In der Viernheimer Filiale von Karstadt stehen Geschäftsführung und Betriebsrat auf Kriegsfuß. Grund ist die gewünschte Einführung von flexiblen Arbeitszeiten.

Auch der zweite Termin vor der Schlichtungsstelle hat zu keiner Entscheidung geführt: In Viernheim möchte die Geschäftsführung der örtlichen Karstadt-Filiale ein neues Arbeitszeitmodell einführen - doch der Betriebsrat wehrt sich dagegen.

Der örtliche Karstadt-Geschäftsführer Knut Werle will den Einsatz von Personal auf der Fläche optimieren und an die Kundenfrequenz anpassen. Das heißt: An Spitzentagen wie Samstag sollen mehr Mitarbeiter im Laden präsent sein.

Der Betriebsrat ist von der Idee wenig angetan: "Die Geschäftsführung will komplett flexible Arbeitszeiten, ohne uns in irgendwelchen Punkten entgegenzukommen", wird Betriebsratschefin Martina Würthwein-Hartmann in der Zeitung "Mannheimer Morgen" zitiert.

Neuer Einigungsversuch im März

Die örtliche Geschäftsführung will die Gespräche mit der Arbeitnehmerseite weiterführen. Der nächste Termin vor der Einigungsstelle ist für Mitte März vorgesehen.

Die Viernheimer Filiale von Karstadt befindet sich im Rhein-Neckar-Einkaufszentrum. Sie gehört zu den drei Karstadt-Immobilien, die an die Redevco-Gruppe verkauft wurden.