Karstadt muss im Geschäftsjahr 2011/2012 einen kräftigen Umsatzeinbruch und einen Fehlbetrag in dreistelliger Millionenhöhe hinnehmen, wie aus den aktuellen Zahlen des Bundesanzeigers hervorgeht.

Für neue Karstadt-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt gibt es viel zu tun, um das angeschlagene Warenhausunternehmen aufzumöbeln. Denn der Konzern hat im Geschäftsjahr 2011/2012 tiefrote Zahlen geschrieben. Nach den am Freitag vergangener Woche im Bundesanzeiger veröffentlichten Angaben sank der Umsatz von rund 3,36 Milliarden im Geschäftsjahr 2010/11 auf 2,94 Milliarden Euro.

Die damals noch 84 Filialen der Karstadt-Warenhaus GmbH machten unter dem Strich einen Verlust von 158,4 Millionen Euro. Im Jahr davor hatte der Fehlbetrag noch bei 20,8 Millionen Euro gelegen.

Auch Premium geht es nicht gut

Auch die inzwischen mehrheitlich an den österreichischen Immobilieninvestoren René Benko verkaufte Karstadt Premium GmbH, in der die drei Luxuswarenhäuser KaDeWe (Berlin), Alsterhaus (Hamburg) und Oberpollinger (München) zusammengefast sind, machte Verluste. Dort entstand nach den im Bundesanzeiger veröffentlichten Zahlen ein Minus von 7,6 Millionen Euro, im Vorjahr hatte der Verlust lediglich bei 47.000 Euro gelegen.

Der Karstadt-Aufsichtsratschef Stephan Fanderl hatte vor einigen Tagen prognostiziert, dass Karstadt auch 2014 nicht profitabel sein wird.