Mit einer Werbeaktion will Karstadt mehr Kunden in die Filialen locken. Dafür macht der angeschlagene Warenhausbetreiber sogar wieder TV-Werbung. Das Weihnachtsgeschäft sei gut verlaufen.

Andreas Boznar hat den schönen Titel "Chief Sales Officer" beim insolventen Warenhauskonzern Karstadt inne. Damit der "Sale", also der Verkauf, besser läuft, präsentierte er nun eine neue Aktion: Die Karstadt-Standorte werden kurzzeitig in "Sparstadt"-Filialen umgewandelt - so sollen mehr Kunden in die Filialen gelockt werden.

Hinweisschilder in der Innenstadt oder am Ortseingang in Köln, Hamburg, München und Berlin wurden umgestaltet und weisen nun den Weg zum "Sparstadt". Sie sollen deutlich machen, dass dort die Preise purzeln.

Rabatte für Markenware

"Wir haben im Weihnachtsgeschäft die hohe Besucher-Frequenz in unseren Häusern in gute Geschäfts-Ergebnisse umgesetzt. Mit der Sparstadt-Aktion wollen wir an diesen Trend anknüpfen," sagt Karstadt-Manager Boznar.

Im Sport- und Freizeitbereich werden Markenartikel von Adidas und Nike sowie Wintersportartikel mit 30 Prozent Preisnachlass verkauft. Die Preise für Damen- und Herrenpullover wie auch für Markenbettwäsche und Frottierwaren wurden um bis zu 50 Prozent reduziert. Sonderangebote gibt es auch bei Accessoires, Kosmetik, Bekleidung und Mode sowie Haushaltswaren und Heimtextilien.

Die Aktion wird durch Fernsehwerbung unterstützt und läuft bis Anfang Februar. Mit dem Wortspiel soll "die attraktive Preis-Leistungs-Komponente der Traditionsmarke Karstadt" herausgestellt werden, so Boznar.