Die Karstadt-Krise hat nun wie erwartet auch die Mitarbeiter erreicht. Stellen werden gestrichen, vorerst aber nur an einem Ort.

Unternehmensleitung und Betriebsrat haben sich auf die Streichung von 334 Stellen geeinigt.  Durch diese Maßnahme sollen rund 28 Millionen Euro eingespart werden.

Betroffen von den Einsparungen sei ausschließlich die Essener Unternehmenszentrale, teilte das Tochter-Unternehmen des Arcandor-Konzerns an diesem Freitag mit.

Der "Zukunftspakt"

Anfang September hatte das Unternehmen zunächst den Abbau von bis zu 450 der insgesamt rund 1.800 Stellen in der Essener Zentrale angekündigt. Das Verkaufspersonal sei nicht betroffen, hieß es bisher.

Management, Arbeitnehmervertreter und die Gewerkschaft Verdi haben eine Vereinbarung über einen sogenannten "Zukunftspakt" beim Handelskonzern Arcandor, der Karstadt-Mutter, unterzeichnet.

Keine weiteren Entlassungen geplant

Zusätzlich zu den nun geplanten Stellenabbau in der Karstadt-Zentrale hatte der Arcandor-Konzern in diesem Monat angekündigt, die Beschäftigten der Warenhaustochter und der Versandhandelssparte Primondo künftig mit zusammen jährlich rund 115 Millionen Euro zur Kasse bitten zu wollen. Details dieses weiteren Sparprogramms seien noch nicht bekannt, so der Sprecher. Ein weiterer Arbeitsplatzabbau sei nicht vorgesehen.