Der Karstadt-Chef rechnet mit guten Verkaufszahlen für das laufende Weihnachtsgeschäft und verkündet Neueröffnungen für 2012. Der Umsatz pendelt sich auf Vorjahresniveau ein.

"Die Weihnachtssaison ist so etwas wie Erntezeit für all die Arbeit, die wir im Vorfeld geleistet haben", sagte Karstadt-Chef Andrew Jennings der Zeitschrift "Wirtschaftswoche".

Zwar legten viele Kunden ihre Weihnachtseinkäufe immer weiter nach hinten, Karstadt sei aber nach wie vor "sehr optimistisch", betonte Jennings.

Auch dem Jahr 2012 sieht er trotz europäischer Finanz- und Schuldenkrise gelassen entgegen: "Jede Branche, jedes Unternehmen ist von der aktuellen Finanzkrise auf die eine oder andere Art betroffen. Aber wir wachsen stärker als der Markt", versicherte er.

Laut Fachblatt "Lebensmittel Zeitung" erreichte Karstadt im Geschäftsjahr 2010/11 (30. September) einen Umsatz in Höhe von 3,2 Milliarden Euro - das entspricht in etwa dem Umsatz der Geschäftsperiode in 2009/10.

Karstadt-Konkurrent und Kaufhof-Mutterkonzern Metro hatte am Nikolaustag wegen des schwächelnden Weihnachtsgeschäfts eine Gewinnwarnung veröffentlicht.

Bis zu drei Neueröffnungen 2012

Zu den Expansionsplänen bei Karstadt sagte Jennings: "2012 stehen zwei bis drei Neueröffnungen an, voraussichtlich ein Warenhaus und zwei Sporthäuser. Schließungen sind nicht vorgesehen." Zu Geschäftszahlen wollte er sich nicht äußern.

Jennings zeigte sich überzeugt, dass Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen dauerhaft am Unternehmen beteiligt bleibt: "Herr Berggruen ist ein Investor, der sehr langfristig agiert. Er kam her, um Karstadt zu retten, und ein Grund, warum ich ihm zugesagt habe, war seine langfristige Ausrichtung. Er engagiert und interessiert sich stark für Karstadt und ist begeistert von der Marke."

Zu einer möglichen Fusion zwischen Karstadt und Kaufhof in dem Fall, dass Berggruen auch die Metro-Tochter übernimmt, wollte sich Jennings nicht äußern.

dpa, DH