Die Umstrukturierung von Karstadt trifft auch das Management. Der bisherige Chef der Sporthäuser verlässt das Unternehmen. Ein Nachfolger, der die ambitionierten Wachstumsziele umsetzen soll, wird gesucht.

Die Warenhauskette Karstadt hat sich vom Chef ihrer Sporthäuser, Simon Rider, getrennt. Seine Funktion übernimmt Karstadtchef Stephan Fanderl zunächst mit. Dies soll aber nur eine Übergangslösung sein, wie Fanderl der Tageszeitung "Die Welt" sagte. "Primäre Aufgabe ist, das Management-Team bei Karstadt Sports für die Zukunft aufzustellen", betonte Fanderl. Dazu zähle auch die Suche nach einer neuen Besetzung an der Spitze.

Die Tochter mit rund 1.400 Mitarbeitern in 28 Filialen stehe 2016 mit den Olympischen Sommerspielen und der Fußball-Europameisterschaft vor einem entscheidenden Jahr. "Für Karstadt Sports sind das riesige Chancen, die wir nutzen wollen", erklärte der Karstadt-Chef.

Ziel der österreichischen Karstadt-Mutter Signa Retail sei eine Position auf den ersten drei Plätzen des jeweiligen Marktes. Das gelte auch für Karstadt Sports. Ein Stellenabbau sei derzeit nicht vorgesehen. Voraussetzung sei aber die Realisierung der Wachstumsziele.