Die Zahl der potenziellen Käufer von Karstadt wird kleiner: Laut einer Agenturmeldung sind zwei der bisher sechs angeblichen Interessenten ausgestiegen.

Die Private-Equity-Branche verliert wohl so langsam das Interesse an Karstadt. Die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires will erfahren haben, dass von den bisher sechs Interessenten zwei aus dem Bieterrennen ausgestiegen sind.

Dabei soll es sich um Blackstone handeln, meldet die Nachrichtenagentur auf ihrer Internetseite. Auch Permira sei nicht mehr daran interessiert, Karstadt und Kaufhof zu einem Warenhauskonzern zu verschmelzen. "Die Gespräche sind nicht sehr ernsthaft geführt worden", zitiert Dow Jones einen nicht genannten Informanten.

Wo sind die Amerikaner?

Arcandor-Insolvenzveralter Klaus Hubert Görg hatte bisher stets davon gesprochen, dass es sechs Kaufinteressenten für Karstadt geben würde. Neben Blackstone und Permira dürfte es sich dabei auch um die Beteiligungsgesellschaften Apollo, Sun Capital, Texas Pacific Group und Pamplona handeln. 

Medien hatten zuletzt berichtet, dass ein US-Investor Karstadt übernehmen und zugleich der Metro Group Kaufhof abkaufen wolle, um beide Unternehmen zu einem großen deutschen Warenhauskonzern zu verschmelzen.

In der vorigen Woche wurde bekannt, dass Metro-Chef Eckhard Cordes Kaufhof abstoßen will. Der Konzern zählt die Warenhäuser seit längerem nicht mehr zum Kerngeschäft. Ein Verkauf solle aber ohne Zeitdruck erfolgen, hieß es von der Metro.

Insolvenzverwalter Görg will bis Ende April den Verkauf besiegeln, um seinen Insolvenzplan umzusetzen. Derzeit stehen 120 Filialen zum Verkauf. 26.000 Mitarbeiter sind bei dem insolventen Unternehmen noch beschäftigt.