Die letzten drei Monate des Jahres 2013 lief nicht gut für Karstadt. Streiks und die Onlinekonkurrenz haben den Warenhäusern zu schaffen gemacht. Aber es gibt auch Lichtblicke.

Die Karstadt-Warenhäuser kämpfen mit sinkenden Umsätzen. Insgesamt habe die Karstadt Warenhaus GmbH im Weihnachtsquartal einen Umsatzrückgang von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen müssen, schrieb Arbeitsdirektor Kai-Uwe Weitz nach dpa-Informationen in einem Brief an die Mitarbeiter. Dies sei zum Teil auf den Rückzug aus dem Geschäft mit Multimedia-Produkten zurückzuführen.

Zusätzlich hätten aber auch der Boom des Onlinehandels, das warme Wetter und Streikaktivitäten die Umsätze belastet, betonte Weitz, der bis zum offiziellen Arbeitsantritt der neuen Warenhaus-Chefin Eva-Lotta Sjöstedt die Geschäftsführung koordiniert.

Karstadt online kommt nicht in Schwung

Doch sieht Weitz auch positive Entwicklungen. In den wichtigen Sparten Mode und Sport hätten die Umsätze über dem Vorjahresniveau gelegen. So verzeichne die Warenhauskette bei Kindermode ein Umsatzplus von 13,6 Prozent und bei Schuhen von 6,6 Prozent. Bei Damenmode liege der Zuwachs bei 1,2 Prozent, bei Herrenmode bei 0,6 Prozent.

Das Karstadt-Online-Geschäft konnte dagegen nach Angaben des Arbeitsdirektors nicht vom allgemeinen Boom des Internethandels profitieren und blieb im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 um 0,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Höhere Margen angestrebt

Trotz des schwachen Starts zeigte sich Weitz für den Rest des bis Ende September laufenden Geschäftsjahres optimistisch. Die Planungen gingen von einer deutlichen Ergebnisverbesserung aus, berichtete er. Dazu beitragen sollen eine höhere Handelsmarge, eine nachhaltige Reduktion der Ausgaben und ein besseres Management der Warenbestände. Ein Karstadt-Sprecher bestätigte die Zahlen.

In der Karstadt Warenhaus GmbH sind die 83 Warenhäuser der Essener Warenhauskette zusammengefasst. Sie gehören dem Investor Nicolas Berggruen. Die drei Premium-Warenhäusern - KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München - sowie die Karstadt-Sporthäuser sind in eigenen Gesellschaften zusammengefasst. Sie befinden sich inzwischen mehrheitlich im Besitz des österreichischen Investors René Benko.