Bereits 2008 wurden die Namensrechte an der Marke "Karstadt" an einen Pensionsfonds verpfändet. Jetzt muss das Unternehmen womöglich Nutzungsgebühren bezahlen.

Der Mitarbeiter-Pensionsfonds von KarstadtQuelle wurde 2003 gegründet. Ihm gehört auch die Valovis-Bank, die der Karstadt-Mutter Arcandor einen Kredit von über 30 Millionen gewährt hatte. Als Sicherheit wurden die Namensrechte an "Karstadt" verpfändet.

Der Sprecher des Karstadt-Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg, Thomas Schulz, bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der Tageszeitung "Bild".

Mögliche Nutzungsgebühr für Namensrechte

Nach Angaben der Zeitung verhandelt derzeit der Vorstand des Pensionsfonds mit Görg über eine Nutzungsgebühr für die Namensrechte. Dies wollte Schulz nicht bestätigen. Er sagte lediglich, dass es zwar aktuell Gespräche liefen. Worüber im Einzelnen verhandelt werde, wollte der Sprecher jedoch nicht sagen.

Schon im August war Görg mit den Worten zitiert worden: „Wir haben mit der Lupe nach der Substanz in diesem Unternehmen gesucht, aber wir haben nichts Nennenswertes gefunden. In diesem Hause gibt es wirklich nichts, was nicht anderen Leuten gehört."

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