Die Katag AG kann ihre Umsätze 2013 gegen den Branchentrend leicht erhöhen. Mit Premiummarken will die größte Verbundgruppe des mittelständischen Textilhandels weiter wachsen.

Die Katag AG hat das Geschäftsjahr 2013 mit einem Umsatzplus von 0,7 Prozent von 903 auf 909 Millionen Euro abgeschlossen. Mit rund 370 Handelsunternehmen und 1.400 Standorten ist das Bielefelder Familienunternehmen die größte Verbundgruppe mittelständischer Modehändler in Europa.

"Nach einem schwierigen ersten Halbjahr 2013 ist es durch zwei starke Quartale in der zweiten Jahreshälfte gelungen, im Gesamtjahr noch ein Wachstum zu erzielen", teilt das Unternehmen mit. Insbesondere stark laufende Geschäfte in der Damenoberbekleidung und der Kindermode hätten dieses Plus ermöglicht. "Der Katag-Vorstand sieht sich in seiner Strategie bestätigt, den Bereich Premium mit den Marken Jette, Jette by Staccato (The Mercer) N.Y. auszubauen", so das Unternehmen.

Kapitalerhöhung soll Wachstumsbasis stärken

Zum Jahresende 2013 hat das Bielefelder Unternehmen das Stammkapital aus eigenen Mitteln der Inhaberfamilie Terberger von 18 auf 20 Millionen Euro erhöht. "Mit der Kapitalerhöhung wollen wir unsere Chancen noch schneller und konsequenter wahrnehmen - vor allem im Premiumsegment und im Onlinebereich.

Gleichzeitig wollen wir die traditionell gute Eigenkapitalausstattung auch nach dem Wachstum der letzten Jahre weiter ausbauen", so der Katag-Vorstandsvorsitzende Dr. Daniel Terberger.

Die Katag kooperiert mit Yapital

Für das laufende Geschäftsjahr 2014 sind die Bielefelder optimistisch gestimmt. Die bereits vorgenommenen Investitionen zur Steuerung der vertikalen Flächen - genauso wie der bisher sehr erfreuliche Verlauf der Order-Termine für Herbst/Winter 2014 - lassen ein deutliches Wachstum möglich erscheinen.

Ein Prozent des Gesamtumsatzes erlöst die Katag mittlerweile in ihrem Onlineshop, berichtete Terberger gegenüber dem Handelsblatt. Eine Kooperation mit dem Multichannel-Bezahlsystem der Otto-Gruppe Yapital soll den Kunden der Katag-Mitglieder zudem das Einkaufen mit dem Smartphone ermöglichen. Die beiden Unternehmen schlossen einen Rahmenvertrag ab, die den Katag-Häusern günstigere Konditionen für das Kassieren mit Yapital bietet.

"Bei uns dreht sich alles um die Frage: 'Wie können wir unsere Partner bestmöglich unterstützen?' Indem wir Kollektionen liefern, die sich verkaufen. Aber auch, indem wir die Händler hinsichtlich ihrer Vertriebsstrategie beraten. Innovation und Modernität sind dabei immer ausschlaggebende Komponenten", begründet Katag-Vorstandschef Terberger die Kooperation. Der Bezahlvorgang sei ein wichtiger Bestandteil des Einkaufserlebnisses und Yapital "intuitiv und elegant". "Hinzu kommt das große Potenzial, das wir in der QR-Code-Technologie sehen - Stichwort: Umwandlung von Marketing- in Vertriebskanäle."