Das so genannte Curated Shopping steckt noch in den Kinderschuhen. Allerdings findet jeder vierte Onlinekunde das Angebot, sich Outfits von einem Einkaufsberater zusammenzustellen zu lassen, interessant.

Für Mode- und Einkaufsmuffel ist das so genannte Curated Shopping praktisch: Bei diesem "betreuten, organisierten Einkaufen" bekommen Menschen von einem Einkaufsberater nach ihren Wünschen und persönlichen Kleidungsgeschmack zusammengestellte Outfits zugeschickt. Artikel, die dem Kunden nicht gefallen, schickt er an den Händler zurück.

Allerdings haben nur 3,6 Prozent der Onlineshopper schon einmal einen solchen Curated Shopping-Service genutzt, hat das E-Commerce-Center (ECC) Köln ermittelt. Jeder Fünfte kann sich demnach aber gut vorstellen, künftig mit einem persönlichen Berater einzukaufen. Insgesamt sei dieses Angebot also für jeden vierten Konsumenten, der online einkauft, interessant.

Die Mehrheit der Internetnutzer steht diesem Service gleichwohl skeptisch gegenüber: Drei von vier Befragten können sich auch in Zukunft nicht vorstellen, Curated-Shopping-Angebote zu nutzen. "Händler können Curated Shopping sowohl zur Kundenbindung nutzen als auch, um Warenkörbe zu erhöhen", ist Eva Stüber, Leiterin Research & Consulting beim ECC Köln, überzeugt. "Es gilt jedoch zunächst, die Vorteile für Kunden zu kommunizieren, um so mehr Onlineshopper für diesen Service zu begeistern."

Zeitersparnis und Überraschung

Konsumenten, die dieses Angebot bereits genutzt haben oder es interessant finden, sehen demnach aber deutliche Vorteile: Gut die Hälfte der Konsumenten gab an, dass sie auf diese Weise Neues ausprobieren können, für vier von zehn Befragten ist die Zeitersparnis ein Pluspunkt. Aber auch Beratungsaspekte (29,3 Prozent) oder der Überraschungseffekt (27,7 Prozent) sind für die Nutzer relevant.

Umgesetzt werden solche Curated Shopping-Angebote derzeit vor allem in der Modebranche. In Deutschland bekannte Onlineanbieter sind unter anderem Modomoto, Outfittery, Kisura oder Zalon von Zalando. Erste Angebote gibt es aber auch in der Wohn- oder Schmuck-Branche.