Inmitten der Quelle-Krise ist das Kaufhaus Schickedanz, die Keimzelle des Versandhauskonzerns, im fränkischen Hersbruck wiedereröffnet worden.

Betrieben wird das Kaufhaus von dem früheren Quelle-Manager Harald Herbrig, der das Haus von der Schickedanz-Familie gepachtet hat. In der Kleinstadt 30 Kilometer östlich von Nürnberg hatte Grete Schickedanz (1911-1994) im Jahr 1946 das erste Geschäft nach dem Zweiten Weltkrieg eröffnet, das „Lädle".

Herbrig lobte ebenso wie die Mitarbeiter und die Stadtoberhäupter den großen Einsatz der Familie, die das Gebäude besitze und sich aktiv in die teils schwierigen Verhandlungen mit Quelle eingeschaltet habe.

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Das Kaufhaus war im Zuge der Krise des Konzerns im April geschlossen worden, nachdem zuvor hochfliegende Umbaupläne verfolgt worden waren. Nun ist das Haus mit rund 1.000 Quadratmetern und einem Nahversorgungssortiment deutlich kleiner. Knapp 30 frühere Mitarbeiter wurden übernommen.

Die in den vergangenen Tagen in die Schlagzeilen geratene Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz hatte sich bei der Eröffnungsfeier entschuldigen lassen. An ihrer Stelle übernahm der Ehemann der Versandhaus-Millionärin, Leo Herl, die symbolische Schlüsselübergabe.

Schickedanz hatte in den vergangenen Tagen stark in der Kritik gestanden, nachdem sie sich öffentlich über ihre Finanzlage beklagt hatte.

dpa / DH