Die Metro-Tochter Galeria Kaufhof schließt drei Filialen - es fehle bei den betroffenen Warenhäusern die wirtschaftliche Perspektive. Der Personalabbau soll möglichst sozialverträglich ablaufen.

In einer Zeit, in der schlechte Nachrichten über Warenhäuser für gewöhnlich von Karstadt kommen, macht plötzlich Wettbewerber Kaufhof mit der Schließung dreier Standorte von sich reden.

Die Einstellung des Geschäftsbetriebs in den Filialen in Düsseldorf, Augsburg und Heilbronn soll "zeitlich geordnet und für die Mitarbeiter sozialverträglich" erfolgen, weil man warten wolle, bis die bestehenden Mietverträge ausliefen, teilte Kaufhof am Wochenende mit.

Als erstes werde am 31. Dezember 2014 die Filiale Düsseldorf Berliner Allee geschlossen, dann am 30. Juni 2015 der Standort Augsburg und schließlich am 31. Dezember 2015 die Filiale Heilbronn Am Wollhaus. In Düsseldorf und Heilbronn bleibe das Unternehmen mit seinen weiteren Filialen in den Innenstädten präsent.

Aufsichtsrat muss noch zustimmen

Kaufhof wolle "gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern alles unternehmen, um betroffenen Mitarbeitern - sofern wirtschaftlich sinnvoll und machbar - eine Weiterbeschäftigung in benachbarten Filialen zu ermöglichen", teilte Geschäftsführer Ulrich Köster mit. Man strebe sozialverträgliche Lösungen an.

Insgesamt arbeiten den Angaben zufolge 319 Mitarbeiter in den drei Filialen. Eine endgültige Entscheidung über die Auflösung müsse der Aufsichtsrat Ende dieses Monats noch treffen. Zuletzt kündigte Kaufhof Mitte 2011 die Schließung von vier Filialen an.

dpa, DH