Metro-Chef Eckhard Cordes sinniert über einen baldigen Kaufhof-Verkauf sowie über die Zukunft von Karstadt. Die Finanzmärkte reagierten positiv. Sogar Cordes zeichnete Metro-Papiere.

Kaufhof soll nach dem Wunsch von Eckhard Cordes noch in diesem Jahr verkauft werden - "es sei denn, die Finanzmärkte brechen erneut zusammen", sagte der Metro-Chef in einem Interview mit der britischen Zeitung "Financial Times".

Laut Cordes steht die Metro Group seit 2008 mit Investoren in Verbindung, die Interesse an Kaufhof hätten. "Sie haben gesagt: Wenn die Finanzmärkte wieder stabil sind, sprechen wir darüber".

Cordes glaubt, dass potenzielle Kaufhof-Käufer auch an einzelnen Filialen des Wettbewerbers Karstadt interessiert seien. Bislang strebt der Karstadt-Insolvenzverwalter den Verkauf des Unternehmen als Ganzes an.

Kurssprung für Metro-Aktie

"Die Kombination von Kaufhof und Teilen von Karstadt hat Sinn. Das ist nicht neu", sagte der Metro-Chef, der in der Vergangenheit bereits Interesse zeigte, einzelne Karstadt-Häuser zu übernehmen.

Die Finanzmärkte zeigten sich über die wiederholte Beteuerung Cordes, Kaufhof abstoßen zu wollen, erleichtert. Die Ankündigung hat den Metro-Aktienkurs zwischenzeitlich auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren angehoben.

Selbst der Chef hat Papiere seines Unternehmens erworben. Am vergangenen Freitag hat Cordes 3.500 Metro-Aktien gekauft - zu einem Gesamtpreis von rund 153.000 Euro.