Die schlechten Nachrichten aus Düsseldorf reißen nicht ab: JP Morgan soll die Suche nach einem Käufer für die Warenhaussparte aufgegeben haben. 

Eckhard Cordes ist zur Zeit nicht zu beneiden. Während Rewe und Edeka mit ihren Expansionszielen und der Ankündigung von 25.000 neuen Jobs positive Schlagzeilen produzieren, muss der Metro-Chef kleinlaut einräumen, dass das Geschäft selbst bei der Cashcow des Handelskonzerns nicht rund läuft: „Es stimmt, wir haben eine nicht zufrieden stellende Ergebnisentwicklung bei Cash & Carry Deutschland”, bestätigte Cordes gegenüber dem Magazin Focus.

Haniel herabgestuft, Kaufhof schwer zu veräußern

Vergangene Woche hatte die Ratingagentur Standard & Poors die Bonität der Metro-Hauptaktionärs Haniel, dessen Vorstand Cordes ebenfalls vorsitzt, von der Ratingnote „A-” auf „BBB+” herabgestuft. Damit verteuern sich Kredite für das Familienunternehmen, das 34,2 Prozent der Aktien des Düsseldorfer Handelskonzerns besitzt.

Und die schlechten Meldungen für Cordes reißen nicht ab: Wie das Handelsblatt berichtet, soll JP Morgan die Suche nach einem Käufer für die Warenhaussparte Kaufhof Galeria eingestellt haben. Laut dem Zeitungsbericht sei „niemand bereit gewesen, die geforderten 3,1 Milliarden Euro für die 113 Standorte auf den Tisch zu legen.” Ein Metro-Sprecher bekräftigte gegenüber der ARD, dass der Konzern an den Verkaufsabsichten festhalte, man habe „keine Eile” mit der Veräußerung.

JP Morgan senkt das Kursziel der Metro-Aktie deutlich

Vor Bekanntgabe der Quartalsergebnisse durch die Metro Group (30. Oktober) hatten die  Analysten von JP Morgan vergangenen Freitag das Kursziel für die Aktie von 40 Euro auf 28 Euro herabgesenkt.

Die Metro habe eine relativ hohe Fremdkapitalisierung und mit einem Anteil von rund 50 Prozent am Umsatz ein größeres Engagement im Non-Food-Geschäft als jedes vergleichbare Unternehmen. Solche Unternehmen sollen Anleger meiden, schrieben die Analysten, ohne auf den Kaufhof-Verkauf einzugehen.