Wer nun beklagt, dass die Deutschen ihre Lust am Geldausgeben verloren haben, jammert auf hohem Niveau. Denn trotz kleinem Dämpfer ist die Konsumlaune weiterhin sehr gut.

Zwar kaufen die Konsumenten immer noch gerne ein, anstatt ihr Geld zu sparen. Doch die Lust sinkt etwas. Für die GfK hat das einen einfachen Grund: die Deutschen fürchten, dass die Konjunktur absackt - infolge dessen die Einkommensaussichten schlechter werden. So verliert der entsprechende GfK-Index im März 6,2 Zählern, nach 9,5 Pluspunkten im Februar. Trotzdem liegt der Index noch über der 50-Punkte-Marke, und das stuft die GfK als außerordentlich hoch ein.

Weniger Geld, gebremste Kauflust

Und wenn die Leute befürchten, weniger Geld zur Verfügung zu haben, sinkt auch die Anschaffungsneigung. Hier fällt der GfK-Indikator im März um 2,7 Zähler auf genau 50 Punkte. Allerdings sind die Prognosen der Nürnberger Konsumforscher für April eher ungünstig für den Einzelhandel. So wird erwartet, dass er Gesamtindikator für das Konsumklima im April auf 9,4 Punkte fallen wird, nach 9,5 im März. Damit verschlechtert sich das Klima leicht, teilt die GfK mit.

Trotzdem bleibt die Konsumstimmung gut. So stiegen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die privaten Konsumausgaben im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent an. Dies ist der stärkste Gewinn seit dem Jahr 2000. Daraus resultiert ein Umsatzplus im Einzelhandel von nominal (preisbereinigt) 2,9 Prozent. Für 2016 prognostierziert die GfK, dass die Konsumausgaben um 2 Prozent steigen werden. Genauso lauten auch die Berechnungen des Handelsverbandes Deutschland.