Der Beginn des Frühlings sorgt im Einzelhandel regelmäßig für sinkende Umsätze, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Ob sich die Negativserie 2012 fortsetzt, ist noch nicht ausgemacht.

Geht es nach den Statistiken, wird der April 2012 kein Wonnemonat für den deutschen Einzelhandel sein: Im Schnitt lagen die April-Umsätze in den vergangenen sieben jahren inflationsbereinigt um 0,8 Prozent unter dem Niveau des Vormonats.

Das geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes für die Jahre 2005 bis 2011 hervor. Zwar profitieren unter anderem Obst- und Gemüsehändler, der Blumenhandel sowie Bau- und Heimwerkermärkte vom Beginn der warmen Jahreszeit. Der Umsatz von Brennstoffhändlern sank dagegen deutlich.

Auch für Unterhaltungselektronik oder Möbel gaben die Verbraucher im April weniger aus als im März. Ob sich der Negativtrend 2012 fortsetzt, bleibt allerdings abzuwarten.

Der Handelsverband HDE und auch die Marktforscher der GfK erwarten in diesem Jahr moderate Umsatzzuwächse für den deutschen Einzelhandel.  Der deutsche Einzelhandel hat 2011 laut Statistischen Bundesamts den größten Umsatzsprung nach der Wiedervereinigung erzielt.