Die Nachfrage nach gewerblichen Finanzierungen steigt an. Die KfW Bankengruppe verzeichnet mehr Förderzusagen.

Während das Kreditneugeschäft der Banken und Sparkassen mit Unternehmen und Selbstständigen nach wie vor sehr schleppend läuft, kann sich die KfW Bankengruppe nicht beschweren: Bei der Förderbank haben 2015 wieder mehr Firmen nach Finanzierungen gefragt. Für das vergangene Geschäftsjahr meldete die KfW Förderzusagen in einem Gesamtvolumen von 79,3 Milliarden Euro. Das sind 7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und das zweithöchste Volumen seit der Finanzkrise 2007/2008.

Außer der Reihe: Die KfW meldet einen sehr guten Konzerngewinn. Foto: KfW Bankengruppe
Außer der Reihe: Die KfW meldet einen sehr guten Konzerngewinn. Foto: KfW Bankengruppe
In Deutschland sei der Anstieg der Förderzusagen sowohl auf die anziehende gewerbliche Finanzierungsnachfrage und auf die starke Nachfrage bei Wohnungsbaufinanzierungen zurückzuführen, gab die KfW bekannt.

Satter Gewinn für die KfW

Die Förderbank selbst lag mit einem Konzerngewinn von rund  2,2 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2015 deutlich über den Erwartungen. Die positive Entwicklung resultiert laut dem von Bund und Ländern kontrollierten Institut vor allem aus dem sehr guten Bewertungsergebnis, das durch verschiedene Sondereffekte geprägt sei: So sei die Risikovorsorge im Vergleich zum Vorjahr knapp 100 Millionen Euro geringer ausgefallen, zudem habe die Bank von positiven Effekten bei der Absicherung von Zins- und Währungsrisiken profitiert.

"2015 war ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr, das die Förderfähigkeit der KfW für die Zukunft stärkt. Der in diesem Jahr sehr gute Konzerngewinn liegt aber deutlich oberhalb des nachhaltigen Ertragspotenzials und lässt sich nicht für folgende Jahre fortschreiben", sagte Ulrich Schröder, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe, anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main.