Für den Kfz-Handel ist die Lage bereits miserabel - aber es kommt noch schlimmer. Im kommenden Jahr erwartet die Branche einen stärkeren Rückgang beim Neuwagenverkauf als bisher befürchtet.

Auf dem deutschen Markt werden 2009 voraussichtlich 2,9 Millionen Neuwagen verkauft, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Mittwoch in Frankfurt mit. Das wäre das schlechteste Ergebnis seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990.

Bereits 2008 war der Absatz wegen der Finanzmarktkrise und der allgemeinen Konjunkturschwäche eingebrochen: Der VDA rechnet bis zum Jahresende mit "knapp unter 3,1 Millionen" Neuzulassungen. "Die Automobilmärkte haben eine Talfahrt genommen, die in dieser Geschwindigkeit und Ausprägung noch nie vorher stattgefunden hat", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann. Nicht nur in Deutschland sei die Nachfrage erheblich gesunken. Folglich würden die Autobauer nun ihre Kapazitäten anpassen. "Dies wird auch Auswirkungen auf die Beschäftigung haben", erklärte Wissmann.

Rabattschlachten werden intensiver

Robert Rademacher, Präsident des Zentralverbands des Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) hatte unlängst im Gespräch mit Der Handel prognostiziert, dass sich der Markt auf drei Millionen Neuzulassungen jährlich einpendeln werde. Im Jahr 2006 wurden noch etwas mehr als 3,5 Millionen neue Fahrzeuge zugelassen.

Angesichts dieser Absatzkrise hatte der Autofachmann Ferdinand Dudenhöffer dieser Tage vor weiteren Rabattschlachten gewarnt. Das "Höchstniveau der Rabatte" werde voraussichtlich im Frühjahr 2009 erreicht, sagte Dudenhöffer.