In 50 ausgewählten Kik-Filialen wird mit der intellligenten Strommessung begonnen, um den Energieeinsatz zu optimieren. Projektpartner des Textildiscounters sind Tengelmann Energie und die Deutsche Telekom.

Tengelmann Energie, Kik und die Deutsche Telekom starten ein Pilotprojekt zum "Smart Metering", also der "intelligenten Strommessung": Tengelmann Energie erfasst künftig als Messstellenbetreiber den Stromverbrauch aus 50 ausgewählten Filialen des Textildiscounters und überträgt die Messdaten in die eigene zentrale Datenbank, an Kik sowie an den lokalen Netzbetreiber. Ziel ist es, die Verbrauchsdaten im Viertelstundentakt verfügbar zu machen, teilt die Telekom mit.

Optional könnten weitere Untermessungen wie Licht, Klimaanlagen und Heizung aufgeschaltet werden. Bis Ende Januar will die Telekom die Basis für das künftige Energiemanagement der betreffenden Kik-Filialen schaffen. Dazu installiert das Unternehmen in den Märkten die elektronischen Zähler, Kommunikationsboxen und Datenverbindungen. Die Datenkommunikation zwischen Zähler und Zentrale erfolgt über die Telekom.

Ziel ist die Optimierung des Energie-Einsatzes

"Mit diesem Pilotprojekt verschaffen wir uns einen differenzierten Überblick über das Verbrauchsverhalten unseres Kunden. Wir können so die Bedarfssituation gemeinsam mit Kik analysieren und für die Zukunft den Energieeinsatz optimieren", erläutert Guido Schick, Geschäftsführer der Tengelmann Energie.

"Über die rund 2.600 Märkte können wir derzeit nur die Jahresverbrauchswerte erfassen und vergleichen", sagt Michael Albring, Projektleiter bei der Tengelmann Energie. "Da die eingesetzte Technik in den Märkten einen hohen Wiederholungsgrad hat, lassen sich die Ergebnisse der Pilotmärkte bereits teilweise auf die anderen Filialen übertragen."

Einsparung von 25 Prozent möglich

"Nur wer seinen aktuellen Stromverbrauch kennt, kann auch richtig sparen", erklärt Gabriele Riedmann de Trinidad, bei der Telekom verantwortlich für das Konzerngeschäftsfeld Energie. "Im Privathaushalt sind so zwischen 10 und 15 Prozent Einsparung möglich - im gewerblichen Umfeld sogar mehr als 25 Prozent."

Darüber hinaus rücke mit jedem installierten Zähler das intelligente Stromnetz näher: "Und nur mit diesem werden wir es schaffen, dezentrale erneuerbare Energien in die Grundlast zu integrieren", ist Riedmann de Trinidad überzeugt.