Online-Nutzer wollen noch mehr im Internet kaufen. Internet spielt immer größere Rolle bei Konsumentscheidungen.

Online-Nutzer wollen noch mehr im Internet kaufen. Internet spielt immer größere Rolle bei Konsumentscheidungen.

Nach Abschluss und Auswertung der Interviews der dritten Welle des Online-Reichweiten-Monitors (ORM) legt die AGIREV (Arbeitsgemeinschaft Internet Research e.V.) heute die Ergebnisse des ORM 2003 I vor. Und die Ergebnisse zeigen interessante Trends: Der ORM 2003 I beschreibt das generelle Online-Nutzungsverhalten in der Bevölkerung. Die Stichprobe des ORM 2003 I umfasst insgesamt 13.165 Interviews, repräsentativ für die deutsche Bevölkerung im Alter von 14 bis 69 Jahren. Die Feldzeit dauerte von Mitte Januar bis Mitte Dezember 2002. Durchgeführt wurden die Befragungen von der GfK (Nürnberg), IPSOS (Hamburg) und NFO Infratest (München).

Onliner sind allen Unkenrufen im Hinblick auf das Konsumklima zum Trotz konsumfreudige Menschen vor allem, wenn es um den besonders komfortablen Einkauf im Internet geht. So wollen nicht nur zwei Drittel der Online-Nutzer (68,7%) im Web nützliche Sachen erledigen und verweisen dabei insbesondere auf die Schnelligkeit und Effizienz, mit der sich Dinge erledigen lassen (65,7%). Nein, die Web-Shopper planen auch, in Zukunft noch mehr im Internet zu kaufen allen voran Reisen bzw. Flugtickets (12,31 Mio.), Eintrittskarten (7,10 Mio.), Musik-CDs (6,56 Mio.) und Geschenkartikel (6,34 Mio.).

Parallel dazu spielt das Internet eine immer wichtigere Rolle bei Konsumentscheidungen: Knapp 29% der 14- bis 69jährigen Deutschen (15,89 Mio.) nutzen das Internet als digitales Schaufenster, um dort nach Produkten zu suchen. Damit wird das Web inzwischen vornehmlich als Transparenzgenerator und zur Reduzierung klassischer Informationskosten (Suchkosten) eingesetzt noch vor seiner Funktion und Nutzung als Preisbarometer und Preisvergleichsmonitor (27,9%).

Noch ein interessanter Aspekt lässt sich aus den jüngsten ORM Ergebnissen ablesen: Wie in der Offline-Welt bzw. den klassischen Medien zeigt sich auch im Internet ein deutlicher Trend zur Präferenz etablierter Marken. So geben mehr als zwei Drittel der Onliner (67,7%) an, nur bekannte Internetangebote zu nutzen, und vier von fünf Onlinern (80,1%) legen Wert auf Seriosität.

Alles in allem zeigt der ORM eindeutig, dass der Onliner als Mediennutzer und als Zielgruppe für werbliche Botschaften eine ganz wichtige Größe geworden ist, fasst Wolfgang Dittrich, Vorstandsvorsitzender der AGIREV, die Ergebnisse zusammen. "Der ORM ist ein großer Fortschritt für die Onlineplanung, aber dennoch nur ein erster Teilschritt für die Entwicklung einer allen Anforderungen genügenden Online-Währung. Alle Interessensgruppen arbeiten derzeit innerhalb der AGOF an der Realisierung dieses Zieles", erläutert Dittrich die Bedeutung des ORM für den deutschen Online-Markt und die Perspektiven. (KC)


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