Das GfK-Konsumklima bleibt auch im Dezember erneut stabil und die wirtschaftliche Entwicklung wird von den Verbrauchern sogar etwas optimistischer bewertet. Ein Wölkchen wirft jedoch Schatten auf das Lagebild. 

Die Deutschen lassen sich von der europäischen Schuldenkrise nicht Bange machen, wenn man dem monatlich von der GfK-Marktforschung ermittelten Konsumklimaindex Glauben schenkt. Die Konjunktur- und Einkommenserwartungen haben sich laut GfK für den Januar 2012 erneut verbessert.

Lediglich die Anschaffungsneigung musste spürbare Einbußen hinnehmen. Der Gesamtindikator prognostiziert aber für den Monat Januar 2011 exakt denselben Wert für den Dezember 2011

"Trotz steigender Konjunkturrisiken und der weiteren Verschärfung der Schuldenkrise sehen die Deutschen wieder positiver in die Zukunft", fassen die GfK-Experten ihre Ergebnisse zusammen. Zum ersten Mal seit fünf Monaten legt die Konjunkturerwartung im sogar Dezember zu.

Verbraucher rechnen mit höheren Einkommen

Passend zum gestiegenen Konjunkturoptimismus rechnen die Verbraucher im nächsten Jahr auch mit höheren Einkommen und verbessern das ohnehin schon gute Niveau noch einmal. Die Anschaffungsneigung kann davon allerdings nicht profitieren. Sie erleidet spürbare Verluste.

Trotz des Dämpfers ist die Kauflust der deutschen Konsumenten noch immer stark ausgeprägt. "Vor dem Hintergrund der verschärften Finanzkrise tendieren die Verbraucher weiterhin dazu, eher werthaltige Anschaffungen zu tätigen als ihre finanziellen Mittel gegen historisch niedrige Zinsen auf die hohe Kante zu legen", so die GfK.