Die Finanzkrise ist vorbei, jetzt regiert Optimismus. Eine Studie unter Verbrauchern auf der ganzen Welt kommt zu diesem Ergebnis. Die Deutschen überraschen mit ihren guten Vorsätzen für das neue Jahr.

Die Konsumenten gehen optimistisch ins Jahr 2011. Zumindest sehen das etwas mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Befragten einer Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos aus dem Dezember vergangenen Jahres so. Jeder Zweite gab dabei an, dass 2010 für ihn und seine Familie ein schlechtes Jahr gewesen sei. Für die Studie Global@dvisor hat Ipsos 24.000 Menschen in 24 Ländern befragt.

Mehr als zwei Drittel der Deutschen (68 Prozent) sind überzeugt davon, dass 2011 für sie ein besseres Jahr wird als es 2010 war. Damit liegt Deutschland im Durchschnitt der anderen europäischen Länder. Schwellenländer wie Brasilien (96 Prozent), Indien (91 Prozent) oder Russland (88 Prozent) aber auch Saudi-Arabien (88 Prozent) und Mexiko (88 Prozent) gehen überdurchschnittlich positiv gestimmt ins neue Jahr.

Das vergangene Jahr wurde trotz weltweiter Finanzkrise unterschiedlich bewertet. Die Befragten in den Schwellenländern sahen 2010 nicht so schlecht für sich und ihre Familien. In Deutschland gaben 41 Prozent der Befragten an, 2010 kein gutes Jahr gehabt zu haben - 13 Prozent weniger als im Rest Europas. Am schlechtesten wird 2010 von Ungarn (78 Prozent), Spaniern (62 Prozent) und Polen (57 Prozent) bewertet.

Deutsche Vorsätze für das neue Jahr: Sport und Familie

Mehr als zwei Drittel der Deutschen (69 Prozent) wollen mit guten Vorsätzen ins neue Jahr gehen. Damit liegt Deutschland allerdings fast am Ende des weltweiten Rankings. Nur Japan (65 Prozent) und Ungarn (26 Prozent) zeigen noch weniger Begeisterung für gute Vorsätze. In Indonesien (95 Prozent), Südafrika (93 Prozent) und China (92 Prozent) hingegen will fast jeder Befragte das Jahr für positive Veränderungen nutzen.

Ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze weltweit steht die finanzielle Veränderung. Die Menschen wollen mehr Geld verdienen (21 Prozent), mehr sparen oder die eigenen Haushaltsfinanzen besser im Griff haben (16 Prozent).

Anders in Deutschland: Hier stehen finanzielle Belange deutlich hinter familiären und gesundheitlichen. So möchte jeder Fünfte 2011 wieder sportlich mehr trainieren und je 17 Prozent der Befragten mehr Zeit mit der Familie verbringen oder einen gesünderen Lebensstil führen.

Im internationalen Vergleich zeigt sich laut Studie, dass vor allem gebildete Konsumenten mit hohem Einkommen Vorsätze für das neue Jahr fassen. Befragte unter 35, unverheiratet und mit Beschäftigung nehmen sich laut der Studie am ehesten etwas für das neue Jahr vor.