Laut GfK-Konsumklima mussten im Dezember sowohl die Konjunkturerwartung wie auch die Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen. Immerhin: Die Einkommenserwartung legt leicht zu.

Die  Verunsicherung durch die europäische Schuldenkrise führte im Dezember zu einem leichten Rückgang der Konjunkturaussichten in Deutschland, schreibt die GfK. Davon bleibt auch die Konsumneigung nicht unbeeindruckt und muss auf gutem Niveau Einbußen hinnehmen.

Konträr entwickelt sich dagegen die Einkommenserwartung. Nach dem spürbaren Rückgang im Vormonat kann sie zum Jahresende wieder etwas zulegen.

Insgesamt gesehen verliert das Konsumklima leicht, "weist aber nach wie vor ein zufriedenstellendes Niveau auf", so die Marktforscher. In Dezember 2012 verzeichnet es 5,8 Indikatorenpunkte, im November waren es noch 6,0 Punkte (siehe Tabelle).

Die GfK-Indikatoren im zeitlichen Verlauf
Die GfK-Indikatoren im zeitlichen Verlauf

"Leichte Abwärtsbewegung"

Der Gesamtindikator prognostiziert für Januar 2013 einen Wert von 5,6 Punkten. "Damit hat sich der Aufwärtstrend vorerst in eine leichte Abwärtsbewegung verwandelt", so die GfK.

Ein stabiler Arbeitsmarkt und eine nachhaltige Lösung für die europäische Schuldenkrise seien wichtig, um die Verunsicherung der Konsumenten zu verringern, betonten die Marktforscher. Sollte dies nicht gelingen, steht auch dem Konsum ein sehr schwieriges Jahr bevor.

Die Ergebnisse des GfK-Konsumklimas basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden.