Die Verbraucher lassen sich von der Panik an den Börsen nicht anstecken. Das belegt eine aktuelle Studie zum Konsumklima der GfK.

Trotz Finanzkrise mit teilweise tumultartigen Reaktionen an den Börsen kann sich das Konsumklima im Oktober auf niedrigem Niveau stabilisieren. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "GfK Konsumklima MAXX" des Marktforschungsunternehmens GfK.

Eine leicht steigende Einkommenserwartung in Verbindung mit einer rückläufigen Sparneigung trage hierzu bei. Im Gegensatz dazu müssen die Konjunkturerwartung sowie die Anschaffungsneigung Einbußen hinnehmen. Der GfK-Indikator prognostiziert nach 1,8 Punkten im Oktober einen Wert von 1,9 Punkten im November.

Einkommenserwartungen positiv

Vor allem deutlich sinkende Rohölpreise haben die Einkommensaussichten auch im Oktober gestützt. Bereits zum dritten Mal in Folge bewirkte der nachlassende Preisdruck eine positive Entwicklung. Der Indikator für dei Einkommensaussichten konnte aktuell um einen guten Punkt zulegen und weist -12,9 Punkte auf. Dennoch bleibt das Niveau niedrig. Dies unterstreicht auch das Minus von 12,2 Zählern im Vorjahresvergleich.


Damit haben die Konsumenten hinsichtlich ihrer Einkommensaussichten, einer wesentlichen Bestimmungsgröße des Konsumklimas, bislang überaus besonnen auf die extremen Turbulenzen auf den internationalen Finanzmärkten reagiert.

Zu einem ähnlichen Resultat kommt auch eine Mitte Oktober durchgeführte GfK-Studie über die Auswirkungen der Finanzkrise auf das Anlageverhalten sowie das Vertrauen der Bürger in den Bankensektor.

Zum einen haben relativ wenig Deutsche ihr Geld in Aktien investiert, die aufgrund der Finanzkrise herbe Verluste hinnehmen mussten. Zum anderen bleiben wichtige Rahmenbedingungen wie die Beschäftigungslage oder der nachlassende Inflationsdruck weiterhin positiv.