Die Diskussion um die Nährwertampel erhält neuen Zündstoff: Nun dringen die gesetzlichen Krankenkassen auf eine Kennzeichnung von Lebensmitteln in Ampel-Farben.

Nur die Ampel bietet den Verbrauchern einen schnellen Überblick über Fett-, Zucker- oder Salzgehalt der Lebensmittel, heißt es in einem Brief der Kassenvorstände an die für Gesundheit, Ernährung, Verbraucherschutz und Europa zuständigen Politiker.

Die EU-Kommission plant die Einführung von Nährwertinformation in Tabellenform. Dies reicht aber nicht aus, um alle Konsumenten über die Zusammensetzung eines Lebensmittels zu informieren, betonte Jürgen Graalmann, Vorstandsmitglied im AOK-Bundesverbands.

Geringe Chancen für die Ampel

Das Europäische Parlament will sich im Dezember mit dem Kommissionsvorschlag befassen. Eine Ampel-Regelung wäre laut Kassen nach dem Entwurf ausgeschlossen.

Handel und Industrie lehnen die Nährwertkennzeichnung mit Hilfe von Ampelfarben weiter ab, weil sie das Label für zu vereinfachend halten.

Pro & Contra: Josef Sankthohanser und Thilo Bode

Das Wirtschaftsmagazin Der Handel veröffentlichte ein Pro & Contra zum kontroversen Thema Nährwertampel.

Lesen Sie hier den Contra-Beitrag von Josef Sanktjohanser, Vorstandsmitglied der Rewe Group und Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), der sich gegen die Nährwertauszeichnung per Ampel-Farben ausspricht.

Lesen Sie hier den Pro-Beitrag von Dr. Thilo Bode, Gründer und Geschäftsführer des Verbraucherschutzvereins Foodwatch, der sich für die Nährwertauszeichnung per Ampel-Farben ausspricht.