Die Schwarz-Gruppe investiert und richtet sich neu aus: Lidl soll etwa in den USA präsent ein, Kaufland bekommt einen Strategiewechsel verpasst.

Umbau bei der Supermarktkette Kaufland und weitere Expansion beim Discounter Lidl: Die Schwarz-Gruppe will den Umsatz binnen fünf Jahren etwa um ein Viertel auf 100 Milliarden Euro erhöhen. Das sagte Schwarz-Chef Klaus Gehrig dem "Manager Magazin". Der Supermarkt-Betreiber hatte 2014 einen Umsatz von knapp 80 Milliarden Euro.

Kaufland untersucht 20 bis 30 Filialen

Mit milliardenschweren Investitionen sollen Lidl-Märkte vergrößert und modernisiert werden. 2018 sollen zudem die ersten Standorte des Discounters in den USA eröffnet werden, deren Zahl soll zunächst im mittleren zweistelligen Bereich liegen.

"Punkt eins: Wir wollen mit Lidl in den bestehenden Märkten stärker werden", so Gehrig im Interview. "Punkt zwei: Wir werden in neue Länder expandieren. Punkt drei: Wir richten Kaufland grundlegend neu aus. Und nebenbei unterziehen wir die gesamte Schwarz-Gruppe einem Kulturwandel."

Für die Kaufland-Warenhäuser sei "eine massive Umstrukturierung in Deutschland" vorgesehen, sagte Kaufland-Chef Frank Lehmann dem Blatt. Dort setze man auf Kostensenkungen und ein gestrafftes Sortiment. Von den 640 Filialen werde das Unternehmen 20 bis 30 stärker unter die Lupe nehmen, zitiert das "Manager Magazin" Lehmann weiter. Die SB-Warenhauskette wolle Sortimente teilweise straffen und Kosten senken. Ziel sei, sich wieder in Richtung eines Großflächendiscounters zu entwickeln.