Der diesjährige Sommerschlussverkauft hat seinen Namen nicht verdient. Zu schlecht ist das Wetter. Leichte Kleidung wird zum Ladenhüter - trotzdem fällt die Zwischenbilanz des SSV für den Handel nicht schlecht aus.

Das schlechte Wetter hat die Lust der Verbraucher auf Sommerschnäppchen gedämpft. Obwohl der Sommerschlussverkauf seit knapp zwei Wochen läuft, sei noch viel Ware da, sagte die Sprecherin des Handelsverbands Deutschland (HDE), Ulrike Hörchens, am Freitag in Berlin. T-Shirts, Tops und dünne Hosen blieben trotz teils hoher Rabatte vielfach Ladenhüter.

Andererseits hätten die eher kühlen Temperaturen auch einen positiven Effekt gehabt: "Viele Leute haben sich schon mit der neuen Herbstware eingedeckt", sagte Hörchens. Deshalb falle die vorläufige Schlussverkaufs-Bilanz bundesweit betrachtet zufriedenstellend aus.

"Von einem guten Abverkauf kann man nicht sprechen"

In Nordrhein-Westfalen liegt der Schlussverkaufs-Umsatz nach Einschätzung des dortigen Handelsverbands bislang unter Vorjahresniveau. "Abgesehen vom schlechten Wetter sind auch viele Menschen im Urlaub", sagte Geschäftsführer Rainer Gallus in Düsseldorf. "Vor ihrem Urlaub statten sich zwar viele Leute noch mit Sommerwaren aus, aber von einem guten Abverkauf kann man bisher nicht sprechen."

Ein Großteil der Sommerwaren sei um die Hälfte reduziert, in der Spitze auch bis 70 Prozent. An diesem Wochenende hofft der Handel nochmals auf gute Geschäfte. Dabei sei mit weiteren Rabatten zu rechnen. "Die Lager müssen jetzt leer werden, da werden die Händler auch in den nächsten Tagen noch versuchen, die Sachen loszuwerden", sagte Hörchens.