Mobiles Bezahlen ist noch kein Massenthema. Aber das ändert sich allmählich. Das lässt die erste Ausgabe des neuen Payment-Barometers erkennen. Die Studie zeigt Händlermeinungen zur Zukunft der Zahlungsabwicklung auf.

Mobile Zahlverfahren kommen langsam bei den Konsumenten an: Rund ein Viertel der Händler wurde zumindest schon einmal von Kunden gefragt, ob kontaktloses Bezahlen möglich sei. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Payment-Barometers, das vom Zahlungsspezialisten ConCardis, den Forschern von Ibi Research an der Universität Regensburg und Der Handel durchgeführt wurde.

Dementsprechend geht momentan auch immer noch fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) davon aus, dass es an der nötigen Kundenakzeptanz für Zahlungen via der Übertragungstechnik Near Field Communication (NFC) fehlt.

Dennoch können sich bereits heute über zwei Drittel (68 Prozent) der Händler vorstellen, künftig kontaktlose Zahlungen anzubieten. Allerdings können sie sich nur dann durchsetzen, wenn sie mindestens genauso günstig, schnell und verbreitet sind wie Kartenzahlungen.

Was der Kunde will, muss der Händler bieten

"Händler sind vor allem bereit, auf neue Zahlverfahren zu setzen, wenn ihre Kunden danach verlangen. Die fehlende Verbreitung auf Kundenseite dürfte momentan das größte Hindernis für Händler sein", erläutert Georg Wittmann, der für Ibi Research das Payment-Barometer betreut. "Auf Sicht von fünf Jahren erwarten die Händler allerdings, dass neue Methoden an Bedeutung gewinnen werden".

So werden App-basierte Zahlungsverfahren nach Angaben jedes vierten Händlers (24 Prozent) in fünf Jahren eine hohe oder sehr hohe Bedeutung besitzen, von kontaktlosen Kreditkarten erwarten dies sogar 41 Prozent der Studienteilnehmer.

Klassische Karten dominieren an der Kasse

Unterdessen ist die bargeldlose Zahlung an der Ladenkasse laut Studie heute noch von klassischen Karten geprägt. So bieten 71 Prozent der befragten Händler Zahlungen mit der girocard an, 60 Prozent akzeptieren Kreditkarten und 37 Prozent das elektronische Lastschriftverfahren (ELV). Neuere Methoden, wie beispielsweise kontaktlose Zahlungen via Kreditkarte, sind im Handel hingegen seltener (14 Prozent). Und Zahlungen über QR-Code oder mittels Apps finden sich sogar nur im niedrigen einstelligen Prozentbereich (4 Prozent beziehungsweise 2 Prozent).

"Die Studienergebnisse zeigen, dass der Handel durch die zunehmende Verbreitung kontaktloser Zahlverfahren auf Verbraucherseite schon bald die nächste Evolutionsstufe der Zahlungsabwicklung erreichen wird", ist ConCardis-Chef Rainer Sureth überzeugt.

Die Studienreihe wird im Spätsommer mit einer zweiten Ausgabe fortgesetzt. Die komplette Studie sowie weitere Informationen finden Sie unter www.payment-barometer.de.