Noch ist der Möbelhandel im Web nur ein zartes Pflänzchen. Mit einem Marktanteil von 3,9 Prozent ist online derzeit noch keine Bedrohung für den stationären Handel. Doch das dürfte sich ändern. Den die Kunden erklären den Online-Möbelhandel zum Hoffnungsmarkt. Sie rechnen damit, dass das Online-Möbel-Shopping zukünftig wie in anderen Produktgruppen zum Alltag gehört. Das sagt die IFH-Branchenstudie zum Online-Möbelmarkt.

Insgesamt beträgt das Marktvolumen im Bereich Wohnen & Einrichten online bereits mehr als 2,8 Milliarden Euro. Während Wohnaccessoires bereits seit einiger Zeit zu den etablierten Online-Sortimenten gehören, wird nun auch der Teilmarkt Möbel von Händlern und Shoppern online erobert. Von Tischen und Stühlen, über Kleinmöbel, Betten und Schränke bis hin zu Sofas Sesseln und sogar Küchen – die Online-Auswahl ist enorm gestiegen.

Dass der Online-Handel im Möbelsegment erheblich an Bedeutung gewinnt, belegen auch die aktuellen IFH-Zahlen zum Markt: Rund 3,9 Prozent (627 Millionen Euro) betrug der Online-Anteil am Gesamtmarkt Möbel 2012. Für das laufende Jahr rechnen die IFH-Experten mit einem Anstieg von über 40 Prozent.

Damit steigt der Online-Umsatz mit Möbeln 2013 auf knapp 900 Millionen Euro. „Seit 2009 ist der Online-Markt für Möbel kontinuierlich gewachsen.


Die Online-Umsatzbringer der Branche sind mit 23 Prozent Marktanteil aktuell Tische, Stühle und Bänke vor Schlafzimmermöbeln (16,6 %). Für jeden Fünften wird der Online-Möbelkauf alltäglich.

Dass dem weiteren Wachstum des Online-Möbelmarktes nichts im Wege steht, zeigen auch die Ergebnisse der für die Studie durchgeführten Konsumentenbefragung. So gehen insgesamt rund 60 Prozent der Befragten davon aus, dass der Online-Kauf von Möbeln zukünftig genauso alltäglich sein wird, wie heute Schuhe oder Kleidung online geshoppt werden. Rund jeder fünfte Verbraucher stimmt dem sogar voll und ganz zu. Lediglich rund 16 Prozent der Befragten können sich eher weniger vorstellen, dass das Möbel-Shopping online selbstverständlich wird.