Für die Schuhbranche ist das erste Halbjahr gut gelaufen: Der lange Winter und ein heißer Sommer sorgten für ein Umsatzplus. In den kommenden Monaten sollen die Preise leicht steigen. 

Die Umsätze im Schuheinzelhandel legten im ersten Halbjahr 2010 um rund vier Prozent zu. Dies gehe auch auf das "Bilderbuchwetter" im Winter und im Sommer zurück, sagte die Präsidentin des Bundesverbandes des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE), Brigitte Wischnewski.

Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum seien mehr Kunden in die Schuhläden gekommen, und die Höhe der Einkaufsbeträge sei gestiegen, sagte die Verbandschefin.
Auch das zweite Halbjahr startete erfreulich: Der heiße Juli brachte dem Schuhhandel ein Umsatzplus von fünf bis sechs Prozent. Der Schuheinzelhandel hatte 2009 Umsätze von über 11 Milliarden Euro eingefahren.

Auch bei der deutschen Schuhindustrie drehten die Umsätze im ersten Halbjahr ins Plus mit einem Zuwachs von 3,6 Prozent auf 1,022 Milliarden Euro. Im zweiten Halbjahr 2009 hatte die Branche noch ein leichtes Minus geschrieben.

"Das Exportgeschäft hat wieder angezogen", berichtete der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Schuhindustrie (HDS), Manfred Junkert.

Schuhe werden teurer

Bei den Ausfuhren stiegen die Umsätze um 13,5 Prozent auf 298 Millionen Euro, die Erlöse mit Abnehmern im Inland blieben mit 724 Millionen Euro auf Vorjahreshöhe.

Junkert erklärte, wegen gestiegener Rohstoffpreise sei für die nächsten drei Monate eine moderate Preissteigerung zu erwarten. Etwa 20 Prozent der Schuhe werden nach Angaben des Verbandes in Deutschland gefertigt, der Rest vor allem in Osteuropa und in Fernost.

Weitere Zahlen will der HDS zu Beginn der Düsseldorfer Schuhmesse GDS am 10. September präsentieren. Dabei zeigen 780 Aussteller aus 34 Ländern die Trends der Schuhmode für Frühjahr und Sommer 2011.