Der insolvente Textilhändler SinnLeffers behält zwei weitere Filialen - weil die Vermieter in letzter Minute eingelenkt haben.

Die Filialen in Krefeld und Münster bleiben entgegen der ursprünglichen Planung doch bestehen. Diese Entscheidung fällte die Geschäftsführung mit Insolvenzverwalter Horst Piepenburg im Rahmen von Nachverhandlungen mit den Vermietern vor Ort und dem Gesamtbetriebsrat. Damit bleiben insgesamt 25 Filialen erhalten.

Die Geschäftsführung und der Betriebsrat haben sich mittlerweile auf einen Interessenausgleich und Sozialplan in Höhe von sechs Millionen Euro geeinigt.

Fast ein Drittel der Beschäftigten erhält die Kündigung

Rund 1.300 der 3.700 Beschäftigten wurden gekündigt. Mit der Annahme des vorgesehenen Insolvenzplans kann der Sozialplan trotz der Insolvenz voll bedient werden, hieß es vom Unternehmen. „Der Insolvenzplan wird voraussichtlich im März 2009 zur Abstimmung gestellt", erklärte der Eigenverwalter in der SinnLeffers-Geschäftsführung, Rechtsanwalt Detlef Specovius.

Neben den Mitarbeitern der 22 zu schließenden Filialen, die noch bis 28. Februar 2009 fortgeführt werden, sind auch Beschäftigte der Hauptverwaltung, der 25 Bestandsfilialen sowie der Servicegesellschaft SinnLeffers Retail von der Personalanpassung betroffen.

„Unsere Kunden werden auch in Zukunft ein Angebot von attraktiven Marken, eine stilsichere Präsentation von Trends und eine ausgewiesene Beratungskompetenz bei SinnLeffers erleben", sagte Patrick Feller, Geschäftsführer SinnLeffers.