Selten zuvor stand die Lebensmittelbranche öffentlich derart in der Kritik wie dieser Tage. Darunter leidet auch der Handel. In einer Aktion wehren sich über hundert Händler gegen eine pauschale Verunglimpfung ihrer Branche.

Auch Inhaber, Marktleiter und POS-Personal stehen im Mittelpunkt einer Debatte über die Lebensmittelbranche. Massive Kritik durch Organisationen wie Foodwatch und eine "ARD"-Themenwoche, in der die Branche zum Teil regelrecht angefeindet wurde, verunsicherten Kunden und Händler. Zudem plant Verbraucherministerin Ilse Aigner eine Art "Lebensmittel-Pranger" im Internet.

Nicht wenige Lebensmittelhändler empfinden diese Auseinandersetzung als einseitig. "Eine kritische Begutachtung von Lebensmitteln durch die Verbraucher ist gut und richtig. Aber weder pauschale Kritik noch die Verallgemeinerung von Kritik an Einzelfällen sind angebracht", warnt etwa Friedhelm Dornseifer, Kaufmann und Präsident des Bundesverbandes des Lebensmittelhandels.

Aus allen Regionen

In einer Aktion des Fachmagazins Lebensmittel Zeitung direkt und der Vereinigung Mittelständische Lebensmittel-Filialbetriebe e.V. wehren sich nun mehr als hundert Händler gegen die öffentliche Pauschalkritik.

Sie unterstützen ein "LEH-Manifest", das zur Versachlichung der Diskussion beitragen soll. Das Manifest mit der Überschrift "Wir verkaufen Qualität" wurde von 104 Händlern unterstützt, die aus allen Regionen Deutschlands und aus den verschiedensten Handelsunternehmen kommen.

Weitere Händler können sich anschließen. Wer mitmachen möchte, schickt einfach eine kurze Mail mit der Betreffzeile "Einverstanden" plus Name, Funktion, Unternehmen/Markt und Ort an mailto:lz-direkt@dfv.de. Der Unterstützer erscheint mit Namen und Foto in der nächsten Ausgabe der Lebensmittel Zeitung direkt.

Bitte beachten Sie, dass nur Angehörige des Lebensmittelhandels an dieser Aktion teilnehmen dürfen.

Hier kann der Manifest-Text
Kunde im Supermarkt: Händler wehren sich gegen Pauschalkritik. Foto: Rewe
Kunde im Supermarkt: Händler wehren sich gegen Pauschalkritik. Foto: Rewe


Hier laden Sie das Manifest herunter.