Test nicht bestanden: Die Lieferungen mehrerer Onlinesupermärkte wiesen bei einer Stichprobe des Fraunhofer-Instituts eklatante Mängel auf.

"Keine der Bestellungen unserer Stichprobe erfüllte alle notwendigen Anforderungen", sagte eine Sprecherin des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik der Nachrichtenagentur dpa am Freitag.

Teilweise seien bei frischen und tiefgekühlten Produkten die vorgeschriebenen Temperaturen nicht eingehalten worden, teilweise seien die Lebensmittel beschädigt angekommen. Außerdem kritisiert das Institut den Service als zu teuer und die Bestellung als zu kompliziert.

Alltäglicher Einkauf simuliert

Für die Stichprobe hatte das Dortmunder Institut in den vergangenen Tagen bei vier Online-Lebensmittelversendern jeweils 17 Produkte bestellt, die einen "alltäglichen Einkauf" simulieren sollten - darunter auch frische und leicht zerbrechliche Produkte, wie beispielsweise Eier.

Insgesamt sei der Markt für den Service zwar "unbestritten vorhanden", die derzeitigen Unternehmenskonzepte jedoch "verbesserungswürdig", hieß es.

Nach den ersten Versuchen von Amazon und Tegut, sowie entsprechenden Absichtserklärungen der Otto-Gruppe, will sich nun auch die Rewe-Gruppe Lebensmittel über das Internet verkaufen.

Verschiedene Medien hatten zuvor bereits Probebestellung abgegeben und die Qualität der Lieferung kritisiert.