Die Apothekengenossenschaft Noweda wächst trotz schwierigen Umfelds. Vorstandsvorsitzender Hollmann warnt vor einer Liberalisierung des Marktes.

Die Noweda eG mit Sitz in Essen steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2007/08 (bis 30.06.) um 7,6 Prozent auf 2,46 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,28 Mrd. Euro). „Das Umsatzwachstum lag damit wieder oberhalb der Branchenentwicklung", betonte Vorstandsvorsitzender Wilfried Hollmann.

Der Jahresüberschuss stieg überproportional zum Umsatz um 8,4 Prozent auf 13,2 Millionen. Dabei üben laut Hollmann Preissenkungen bei vielen Medikamenten und Direktlieferungen der Hersteller an die Apotheken unverändert Druck auf den Rohertrag aus. Produktivitätssteigerungen konnten diese Entwicklung jedoch mehr als ausgleichen.

Mit der Integration der im April 2008 übernommenen W. Kapferer KG ist rückt die Noweda jetzt nach eigenen Angaben auf den vierten Platz in der Rangliste der größten deutschen Pharmagroßhändlern vor.

Vergleich mit dem Finanzsektor

Angesichts der „desaströsen Konsequenzen der vollständigen Liberalisierung im Finanzsektor" appellierte Noweda-Chef Hollmann an die Politik, im Apothekenmarkt „nicht die gleichen Fehler zu wiederholen".

Die inhabergeführten Apotheken seien Garant für die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung, betonte Holllman: „Es gibt keine qualitativ bessere Distributionsform."