Spiegel Online hat der Erfolgsgeschichte von Lesara gerade noch einen durchaus auch kritischen Blick gewidmet. Die aktuellen Zahlen zeigen nun, dass Lesara-Gründer Roman Kirsch mit seiner Wette auf einen Online-Discounter goldrichtig liegt und wir ihn zu recht zu einem der spannendesten Player für 2016 erkoren haben.

Der Berliner Onlineshop steigert seinen Umsatz im zweiten Geschäftsjahr um 500 Prozent und erreicht damit einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Den Kundenstamm steigerte Lesara um 400 Prozent auf über 750.000. Da der Umsatz nach dem ersten Geschäftsjahr einen zweistelligen Millionenbetrag geschrammt hat, dürfte er diesmal also noch unterhalb von 50 Millionen Euro liegen.

Weiteres Wachstum versprechen der Launch von fünf Eigenmarken und die internationale Expansion. Mit der Expansion nach Italien und in die Niederlande ist der Onlineshop nach nur zwei Jahren bereits in sechs Ländern vertreten. Für das weitere Wachstum hat Roman Kirsch 15 Millionen Euro von einem internationalen Investorenkonsortium, angeführt von der Beteiligungsgesellschaft Northzone, eingesammelt.

Der Casacanda-Gründer und spätere Fab-Europa-Chef will mit seinem Online-Discounter nun "ein global führender Onlineshop für günstige Mode-und Lifestyle-Produkte "werden. Die Eigenmarke sollen dabei das Produkt-Portfolio und die Kundenbindung in den Zielgruppen stärken.

Vor allem Frauen setzen auf das Angebot des Online-Shops, über 80 Prozent der Kunden sind weiblich. Dabei liegt das Durchschnittsalter bei 32 Jahren – die älteste Kundin war 102 Jahre alt. Unabhängig vom Geschlecht waren vor allem Artikel aus der Sparte Fashion besonders gefragt.

Die Billigheimer-Attitüde und Preisaggressivität von Lasara muss man dabei nicht zwingend schön finden. Spannend ist aber, wie Lesara schlichtweg davon profitiert, per Datenanalyse frühzeitig neue Trends aufzuspüren und durch Niederlassungen in Asien (im chinesischen Guangzhou) diese dann binnen weniger Tage produzieren lässt und an die Kunden ausliefert.