Uns geht’s ja noch Gold - damit tröstete sich die Mutter von Walter Kempowski, der er damit ein literarisches Denkmal setzte. Geht es uns tatsächlich so schlecht, wie die täglichen Schlagzeilen vom brennenden Golf und der drohenden Wirtschaftskrise verkünden? Ein mutmachendes Essay ist nur einer unserer Lesetipps in dieser Woche.

Die Welt ist ein Kauf

Kommt sie, oder kommt die Weltwirtschaftskrise nicht? Stehen wir durch Terror und Auseinandersetzungen in der Golf-Region vor einem neuen Weltkrieg? Es kann einem schon Angst und bange werden, wenn man sich die aktuellen Schlagzeilen ansieht. In der Capital (Print) hat Horst von Buttlar ein Essay geschrieben, das Mut macht, ohne aktuelle Probleme zu verharmlosen.

These: Unsere Wahrnehmung wird von der medialen Aufbereitung negativer Ereignisse getrübt. Das verstellt den Blick auf die Erfolge und wie gut es uns doch tatsächlich geht.

Bester Satz: "Eine der großen Innovationen unserer Informationsgesellschaft ist der tägliche Weltuntergang."

Der Schnäppchen-König

In einem unaufgeregten Porträt nähert sich das Handelsjournal dem Unternehmen Lesara. Dabei lässt sich auch viel über die Befindlichkeit des Modehandels ablesen.

These: Lesara ist lediglich der Vorreiter für Cross-Border-Commerce, der zur alltäglichen Erscheinung werden wird, um das Aldi-Prinzip auch online möglich zu machen.

Bester Satz: "Warum sollten wir unsere Kosten durch den Aufbau eines Onlineshops erhöhen, wenn unser Geschäft sowieso wächst?" Damit wird der Primark-Manager Paul Lister zitiert.

5 Fehler bei der Digitalisierung

In einem Artikel der Welt werden die Fehler deutscher Unternehmen auf dem Weg in die Digitalisierung benannt.

These: In Deutschland gibt es zu wenig Unternehmen, die den Weg der Digitalisierung nach einem strukturierten Plan gehen. Der Artikel nennt die Hindernisse und Fehler auf dem Weg dorthin.

Bester Satz: "Der CEO muss eine digitale Vision haben und ins Unternehmen tragen. Genauso wichtig ist aber, dass im Unternehmen auch mal etwas von den Mitarbeitern ausprobiert werden kann."

Going Beyond Google: Innovating Retail Analytics

Auf Pymnts ist ein Porträt des Unternehmens Plytix erschienen, das sich der Datenanalyse anders nähert und nicht nur auf Google Rankings blickt.

These: Die Datenanalyse des eigenen Shops und das Google Ranking genügen nicht (mehr), um die richtigen Schlüsse für die Positionierung von Produkten zu ziehen. Erst eine Aggregation aller Zahlen aus verschiedenen Shops bietet eine optimale Grundlage.

Bester Satz: "No one can compete with Google."