Der Sinn-Leffers-Insolvenzverwalter verhandelt noch mit Vermietern. Ein Sanierungsplan wird Anfang November erwartet.

Der vorläufige Insolvenzverwalter der SinnLeffers GmbH, Horst Piepenburg, hat die Prüfung aller Einnahme- und Kostenstrukturen abgeschlossen und steht zurzeit in Verhandlungen mit den Vermietern.

Piepenburg will diesen Prozess zügig abschließen, um dem Insolvenzgericht Anfang November den Sanierungsplan vorlegen zu können. An dem Plan wird gemeinsam mit der Kanzlei Schultze & Braun und der Unternehmensberatung Roland Berger parallel mit Hochdruck gearbeitet.

Weitere Einschnitte möglich

„Das Wichtigste für den Moment ist, dass die aktuelle Herbst-/Winterware in den Häusern eingetroffen ist”, sagt Piepenburg. „Die schwierige Situation im deutschen Textileinzelhandel macht eine solche Sanierung nicht einfacher. Einschnitte auch für die verbleibenden Filialen in Bezug auf Mieten und sonstige Kosten können nicht ausgeschlossen werden.”

Entscheidender Faktor für die Sanierung ist laut Piepenburg die Neugestaltung des Filial-Portfolios. Wegen der komplexen Vermieterstrukturen - einige Vermieter müssen sich mit ausländischen Investoren abstimmen - konnten die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen werden.

Filialen sind versorgt

„Ich habe allen Vermietern signalisiert, dass ich verbindliche Entscheidungen über die Einstellung oder Fortführung einer Filiale bis Anfang Oktober treffen werde”, betont Piepenburg. Außerdem sei der Zeitplan notwendig, um dem Insolvenzgericht fristgerecht einen Insolvenzplan vorzulegen, der „eine profitable, aber auch nachhaltige Weiterführung der SinnLeffers ermöglicht”.

Piepenburg betont, dass die Zusammenarbeit zwischen SinnLeffers, den Markenlieferanten und den Dienstleistern reibungslos funktioniert: „Damit sind die Filialen aktuell mit Herbst-/Winterware gut versorgt und können den Kunden die gewohnte Vielfalt an Trends anbieten.”