Die Entscheidungsträger sehen "Industrie 4.0" als Chance, auch wenn Arbeitsplätze gefährdet sind. Außerdem sollten sich die Unternehmen beim Thema Migration zusammentun, zeigt die LAE-Studie.

Das Thema "Industrie 4.0" wird als große Chance gesehen, Deutschland weiterhin als wichtigen Wirtschaftsstandort zu festigen. Das gaben drei von vier Befragte in der aktuellen Studie der "Leseranalyse Entscheidungsträger in Wirtschaft und Verwaltung", kurz LAE, an. Die weitergehende Digitalisierung wird bei gut jedem dritten Studienteilnehmer auch in den eigenen Unternehmen diskutiert. Gleichwohl sehen 45 Prozent der Entscheidungsträger angesichts der Digitalisierung auch die Gefährdung von "traditionellen" Arbeitsplätzen.

Die Befragung, die vor den Landtagswahlen in den drei Bundesländern stattfand, beinhaltete auch das Gesamtthema Migration. Es verwundert dabei nicht, dass gut neun von zehn Entscheidungsträgern einen Rechtsdruck bei den Wahlen erwartet hatten, was die Wahlergebnisse bestätigt haben.

Auf die Frage der Finanzierung der Integration erwarten 70 Prozent der Befragten, dass dies nur durch Steuererhöhung finanziert werden kann. Gleichwohl sind Dreiviertel der Entscheidungsträger der Meinung, dass die sogenannte Willkommenskultur gut für Deutschland ist. Im Vergleich zum Dezember 2015 ist die Akzeptanz demzufolge sogar angestiegen, weil mit vier von fünf Befragten die überwiegende Mehrheit davon ausgeht, dass es sich bei den Schutzsuchenden um Kriegsflüchtlinge handelt. Auf die Frage der praktikablen Umsetzung der Migration sind nahezu 90 Prozent der Meinung, dass die Unternehmen in Deutschland sich gemeinsam dieses Themas annehmen sollten.

Darüber hinaus wurden die Entscheidungsträger zum Thema Individualverkehr in Deutschland befragt. Trotz der aktuellen Diskussion über Verbrennungsmotoren werden von den Befragten im Durchschnitt nur bis 360.000 PKW mit Elektroantrieb bis zum Jahr 2020 erwartet.