Dem andauernden Tarifstreit im Einzelhandel zum Trotz beglückt Lidl seine Mitarbeiter mit mehr Geld. Hier dreht es sich um die unteren Einkommensgruppen.

Der Discounter Lidl hebt in Deutschland seinen internen Mindestlohn auf 11 Euro je Stunde an. Ab 1. August werden alle Mitarbeiter in den Filialen und Lagerbetrieben inklusive der geringfügig Beschäftigten mit mindestens 11 Euro pro Stunde entlohnt, wie das Unternehmen am Donnerstag in Neckarsulm mitteilte.

Die Gewerkschaft Verdi erklärte auf Anfrage, Lidls Vorgehen sei ein richtiger Schritt, weil es für Beschäftigte in niedrigen Einkommensgruppen eine Verbesserung bedeute. Lidl sei tarifgebunden und zahle Tariflohn. Der Discounter hatte eigenen Angaben zufolge im März 2010 den betrieblichen Mindestlohn auf 10 Euro festgeschrieben, erhöhte ihn dann ab 1. September 2012 auf 10,50 Euro pro Stunde.

Gestern hatte die SB-Warenhauskette Real bekannt gegeben, dass sie ihren Mitarbeitern 2,5 Prozent mehr Entgelt bezahlen will. Derzeit stehen Handelsarbeitgeber und Gewerkschaft in einem Tarifstreit, der jedoch festgefahren ist.