Der Handelskonzern Tengelmann hat das Auslandsgeschäft des Discounters Plus in Bulgarien und Rumänien an den Konkurrenten Lidl verkauft.

Damit sollen insgesamt 119 Filialen den Besitzer wechseln, teilte Tengelmann mit. Die rund 2.820 Mitarbeiter sollen von Lidl übernommen werden. Das Kartellamt muss dem Verkauf noch zustimmen. Beide Plus-Töchter haben laut Tengelmann in den jeweiligen Ländern führende Marktpositionen.

Tengelmann hatte sich bereits Anfang 2009 weitgehend vom deutschen Geschäft der Discountkette Plus getrennt. Der Discounter war mehrheitlich von Edeka übernommen worden. Bereits verkauft wurde auch nahezu das gesamte Auslandsgeschäft von Plus unter anderem in Spanien, Portugal, Griechenland, Polen und Tschechien.

Nach der Abgabe der Läden in Bulgarien und Rumänien sind nur noch die Aktivitäten in Österreich übrig, die unter dem Namen "Zielpunkt" geführt werden. Auch für das Österreich-Geschäft werde ein Käufer gesucht, sagte eine Tengelmann-Sprecherin.

In Deutschland ist Tengelmann derzeit noch mit der Supermarkt-Kette Kaisers' Tengelmann, den Obi-Baumärkten, dem Textil-Discounter Kik sowie mit dem Plus-Onlineladen aktiv. Weltweit erzielte das Familienunternehmen im Rumpfgeschäftsjahr 2008 (Mai bis Dezember) einen Umsatz von rund 12,4 Milliarden Euro.