Sieg für den Tierschutz: In Zukunft dürfen in der EU keine Katzen- und Hundefelle gehandelt werden - auch keine verarbeiteten. 

Der Handel mit Hunde- und Katzenfellen ist künftig aus Tierschutzgründen in Deutschland verboten. Der Bundesrat beschloss am Freitag die Details zur Umsetzung des entsprechenden EU- Rechts, das im kommenden Jahr in Kraft tritt.

Nach Einschätzung des Deutschen Tierschutzbundes werden Hunde und Katzen in Asien, vor allem in China, unter tierquälerischen Bedingungen für den Fellhandel gefangen. Die Felle werden zu Rheuma-Decken oder Verzierungen an Jacken, Taschen oder Schlüsselanhängern verarbeitet. Das Verbot umfasst alle Produkte, auch verarbeitete Waren. Der Bund ist für die Kontrolle zuständig - dies hatten die Länder durchgesetzt.

Bundesrat setzt EU-Recht um

 
Die Europäische Union (EU) brachte das Verbot auf den Weg, um auf Bedenken der Bürger zu reagieren. Sie sieht Anzeichen dafür, dass Hunde und Katzen «auf unmenschliche Art gehalten und getötet werden».

In Asien werden nach Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes rund zwei Millionen Hunde und Katzen pro Jahr nur wegen ihrer Felle und Häute getötet. Bis zu 500 000 Katzen- und 100 000 Hundefelle aus Asien sollen bisher pro Jahr in Deutschland gelandet sein. Offizielle Daten liegen hierzu nicht vor. Der Bundestag hatte Mitte Oktober grünes Licht für die Umsetzung des EU-Rechts gegeben.