Die Logistikunternehmen DHL und Hermes positionieren sich als Dienstleister rund um den E-Commerce – und wollen Onlinehändler davon überzeugen, Prozesse rund um den Webshop an sie auszulagern.

Die Deutsche Post-Tochter DHL wirbt damit, ab sofort "bequemes und sicheres Einkaufen im Internet von der Bestellung über die Bezahlung bis zur Lieferung" anzubieten.

Konkret heißt das, dass der Service "DHL Checkout", der seit Herbst vergangenen Jahres auf dem DHL-Shoppingportal MeinPaket eingesetzt wird, nun auch für alle Onlineshopbetreiber in Deutschland für die Abwicklung sämtlicher Bestell- und Zahlungsprozessen zur Verfügung steht.

"Mit dem DHL Checkout haben die Händler jetzt die Möglichkeit, sämtliche Adress- und Zahlungsdaten ihrer Kunden in einem Tool sicher zu hinterlegen und verschiedene Zahlungsoptionen, wie etwa Kreditkarte oder Lastschrift, anzubieten", heißt es in der aktuellen Pressemitteilung. Hinzu komme ein Risikoschutz vor Zahlungsausfällen.

Hermes plant 18 neue Niederlassungen

Die Logistiktochter der Otto Group Hermes will unterdessen 18 neue Niederlassungen bauen und damit ihre Kapazität im deutschen Paketgeschäft verdreifachen. Dafür werde das Unternehmen in den kommenden Monaten rund 120 Millionen Euro investieren, teilte die Geschäftsführung am Donnerstag in Hamburg mit.

Hermes nimmt für sich in Anspruch, als weltweit einziges Unternehmen seinen Auftraggebern "alle Services entlang der Wertschöpfungskette des Handels unter einem Markendach" anbieten zu können, meldet Hermes. Die erbrachten Dienstleistungen beginnen demnach bei der Warenbeschaffung und Qualitätskontrolle etwa in Asien, reichten von der internationalen Transportlogistik und dem Warehousing bis hin zum Fulfilment sowie zur Zustellung an den Endkunden.

Umsatzplus von 18 Prozent

Der Gesamtumsatz von Hermes erhöhte sich der Meldung zufolge in allen vier Geschäftsbereichen Sourcing & Product, Transportlogistik, Fulfilment und Distribution 2010 um rund 18 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Die Zahl der festangestellten Mitarbeiter in den Hermes-Gesellschaften stieg um knapp 700 auf mehr als 10.200.