Die Gewinner des M-Commerce-Booms werden die Finanzdienstleister sein, so die Einschätzung der Mummert + Partner Unternehmensberatung.

Die Gewinner des M-Commerce-Booms werden die Finanzdienstleister sein, so die Einschätzung der Mummert + Partner Unternehmensberatung. Wie die Studie "Mobile Commerce als strategisches Instrument zur Kundengewinnung und Kundenbindung" belegt, werden die Finanzdienstleister das Rennen mit Anwendungen wie Homebanking und Brokerage machen. Ebenfalls ganz vorne mit dabei sind Entertainment-Angebote und lokal begrenzte Serviceangebote.

Mit der Prognose, dass im Jahr 2004 mehr Nutzer mobil ins Internet gehen werden als vom heimischen Computer aus, zeichnet sich ein lukrativer Markt ab. Analysten erwarten in Deutschland M-Commerce-Umsätze von 13 Mrd. Euro bis 2004. Davon entfallen mehr als zwei Drittel auf das Privatkundengeschäft.

Die Versicherer bereiten sich bereits aktiv auf den Einstieg ins M-Commerce-Geschäft vor. Knapp die Hälfte der großen deutschen Assekuranzen plant noch für dieses Jahr erste M-Commerce-Projekte. Zwei von drei Versicherungsunternehmen sehen in den M-Commerce-Nutzern eine für sie interessante Zielgruppe. Dies ermittelte die Mummert + Partner Unternehmensberatung in einer Befragung unter den 84 umsatzstärksten deutschen Versicherungen.

Wer sich im neuen M-Commerce-Geschäft behaupten will, muss nicht nur technisch auf der Höhe sein. Kontakte zu Verbrauchern müssen gepflegt werden, Kundenbindung wird noch wichtiger als bisher. Nur wer es schafft, eine stabile Beziehung zum Kunden aufzubauen, wird sich am Markt behaupten können, so die Mummert + Partner-Experten. Klassische Wege der Kundenbindung - wie etwa Rabattprogramme - reichen nicht mehr aus. Im Trend sind serviceorientierte Lösungen wie so genannte personalisierte Portale, die individuell auf den Kunden zugeschnitten sind.

Weitere Hürden auf dem Weg zu flächendeckend einsetzbaren M-Commerce-Lösungen sind bei der Sicherheit zu überwinden. Standards fehlen vor allem bei den Bezahlverfahren. "Mobile Payment" könnte das Zahlungsmittel der Zukunft werden. Der Kunde zahlt dabei direkt mit seinem Mobiltelefon - dazu braucht er nur die eigene Handynummer und einen PIN-Code. Es müssten also keine sensiblen Daten wie beispielsweise die Kreditkartennummer mehr übertragen werden. Für die "elektronische Brieftasche" hat sich aber noch kein einheitliches Verfahren durchgesetzt.

Für die Studie wurden von den 84 umsatzstärksten Erstversicherern die Marketing- und Vertriebsführungskräfte von 37 Unternehmen mit einem Marktanteil von 31% befragt. Die Studie kann für 280 Euro bei Anne Miessner (Anne.Miessner@mummert.de) bezogen werden. (ST)


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