Wenn Händler sich über die Marktmacht von eBay und Amazon beklagen, dann sollten sie sich auch an die eigene Nase fassen. Sie füttern die Global Player derart, dass andere Anbieter nur eine Nebenrolle spielen. Schon der Blick auf die fünf umsatzstärksten Online-Marktplätze in Deutschland 2013  lässt ein krasses Missverhältnis erkennen.


Die Studie "E-Commerce-Markt Deutschland" von Statista und EHI zeigt eine detaillierte Analyse der 1.000 größten Online-Shops. Zusätzlich betrachtet die Studie in diesem Jahr erstmals die größten Online-Marktplätze in Deutschland. Nummer eins ist hier mit einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro in 2013 mit großem Abstand eBay.de. Auf Platz zwei folgt mit rund einer Milliarde amazon.de vor vor hood.de mit 41 Millionen Euro.

Betrachtet wurde hier der Umsatz, der für die Marktplätze aus Provisionsumsätzen generiert wird, und nicht der Umsatz der verkauften Produkte. 



Infografik: eBay ist stärkster Marktplatz in Deutschland | Statista
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Auch das Ranking der Top-Shops wird von Amazon angeführt.

Den Gesamtumsatz der Top-1.000-Onlineshops beziffert das EHI für 2013 mit 30 Mrd. Euro, woraus sich eine Umsatzsteigerung von 4,1 Prozent ergibt.

Über ein Drittel (37,1 im Vergleich zu 32,3 Prozent im Vorjahr) des Umsatzes des Marktes wird von nur 10 Unternehmen erwirtschaftet. Die Top-100-Shops machen knapp zwei Drittel und die Top 500 bereits 86 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die Generalisten stellen mit fast 40 Prozent den größten Anteil am Gesamtmarkt dar.

Die Zahlen beruhen auf einer Händler-Befragung (EHI) und Statista-Hochrechnungen auf Basis einer Regressionsanalyse sowie Unternehmensangaben. Berücksichtigt wurde der Nettoumsatz mit physischen Gütern. Auf Grund einer neuen Methodik ist ein Vergleich mit dem Vorjahr aber nur bedingt möglich.