Ohne Google AdWords-Kampagnen geht es nicht  im Onlinehandel. Da ließe sich mit sogar noch mehr herausholen. Aber nicht nur dort. Auch Bing sollte man nicht gänzlich links liegen lassen. Maik Metzen, Geschäftsführer der Berliner Online Marketing Agentur AKM3, sagt einem Interview, warum das so ist.


Sie beraten  Kunden in den Bereichen SEO, SEA und Content Marketing Strategien.Welches SEA Thema und welche Entwicklung im Segment Pay-pay-click (PPC) verfolgen Sie mit besonderem Interesse?

Maik Metzen: Seit knapp 10 Jahren beschäftige ich mich mit Themen rund um SEA und PPC und gerade in den letzten Jahren hat sich doch sehr viel getan. Sehr spannend finde ich die vielen Targetingoptionen und die Möglichkeit, den Traffic generell immer zielgenauer mit weniger Streuverlusten zu schalten. Etwas erschrocken bin ich über die Entwicklungen der Klickpreise in verschiedenen Branchen – hier kommt es vor allem auf die richtige Longtail-Strategie an. Ein weiteres spannendes Thema sind SEA-Alternativen zu Google AdWords.

Was stellt aus Ihrer Sicht eine interessante Alternative zu Google AdWords dar?

Maik Metzen: Auch wenn Google in Deutschland den mit Abstand größten Marktanteil mit 90% besitzt, sind andere Optionen nicht außer acht zu lassen. So hat die 2009 gegründete Search Alliance von Yahoo, Bing, Facebook und Amazon vor allem international betrachtet einen höheren Marktanteil als beispielsweise in Deutschland. In den USA hat Bing mittlerweile immerhin einen beachtlichen Markanteil von 30% erreicht. Somit wird Bing auch im SEA-Bereich immer relevanter und vor allem auch attraktiver für gewisse Segmente wie auch für internationale Werbetreibende.

Bietet Bing noch weitere Vorzüge verglichen zu Google AdWords?

Maik Metzen: Die bietet Bing durchaus. An erster Stelle sind hier die günstigeren Costs-per-Click zu nennen. Diese sind bis zu 77 Prozent geringer als bei AdWords. Dies liegt unter anderem daran, dass weniger Advertiser auf diesen Plattformen aktiv sind. Die Werbeplätze sind also weniger heiß umkämpft. Außerdem lassen sich bei Bing monatliche Budgets als zusätzliche Option festlegen, während dies bei AdWords nur auf täglicher Basis möglich ist.

Sie sagten, die verschiedenen Targeting-Optionen von Google AdWords finden Sie spannend. Warum?

Maik Metzen: Bei Google AdWords sind zwei unterschiedliche Netzwerktypen zu differenzieren: Das Suchnetzwerk und das Displaynetzwerk. Bei beiden unterscheiden sich die Targetingoptionen stark. Wichtig sind hierbei vor allem die neuen Targeting-Optionen, die Google mit den erweiterten Kampagnen eingeführt bzw. modifiziert hat. Standort und Sprache zählten auf Kampagnenebene bereits zuvor zu den Pflichtangaben.
Darüberhinaus gehören Remarketing im Suchnetzwerk, mobile Gebotspassungen sowie die Festlegung von Werbezeiten zu den optionalen Angaben, die erst 2013 hinzukamen. Welche Optionen wann sinnvoll sind, hängt von der Zielgruppe und den Leistungseigenschaften ab. Hier bleibt es spannend zu sehen, welche neuen Funktionen in diesem Jahr noch hinzukommen.