Ein langer Wettbewerb zwischen zwei Projektentwicklern scheint ein Ende gefunden zu haben: Laut Konzern soll Multi Development Karstadt in Mainz umbauen. Die Mitarbeiter des Warenhauses sind begeistert.

Wenn ein Geschäftsführer einer Karstadt-Filiale derart jubelt, dann muss etwas Außergewöhnliches passiert sein. "Für uns ist es eine riesengroße Freude", kommentierte Jörg Walloschek die gute Nachricht für sein Haus und die 150 Mitarbeiter. "Es ist eine fantastische Stimmung," von einer Neugestaltung der Filiale hätten viele seit Jahren geträumt, sagte der Manager.

Laut "Allgemeine Zeitung" hat die Multi Development GmbH von Karstadt den Zuschlag bekommen für den Umbau der Mainzer Filiale - der zweite Mitbewerber ECE ist demnach aus dem Rennen.


Über die Modalitäten dieses Deals ist freilich noch wenig bekannt, weder von der Karstadtzentrale in Essen, noch vom Immobilienbesitzer Highstreet. Wenigstens sagte Walloschek, dass die Entscheidung zugunsten Multi Development gefallen sei, weil der Duisburger Entwickler das "vielversprechendste Modell" für Karstadt und die Stadt Mainz habe.

Ein Umlauf ums Warenhaus

Das Konzept von Multi Development sieht "einen Warenhausstandort, arrondiert um Einzelhandel" vor, wie es deren Regionalleiter Martin Hüls vor einiger Zeit formuliert hat. Demnach wird rund um das Karstadt-Gebäude in der Ludwigsstraße eine Verkaufsfläche von 25.000 Quadratmeter entwickelt - 15.000 davon gehen an das Warenhaus, das Ankermieter in einem "möglichen neuen Einkaufscenter" werden soll, wie es Multi Development in einer Mitteilung schreibt.

Laut "Allgemeine Zeitung" plant der Entwickler vier Gebäudeteile, die über eine Einkaufsgalerie verbunden sind. Um das Warenhaus soll ein Umlauf entstehen. In den Obergeschossen sind 390 Parkplätze vorgesehen. Im Jahr 2015 soll der Komplex eröffnet werden.

Bei der Diskussion um die Gestaltung der Fläche rund um Karstadt hatte die Stadt Mainz auch Bürgerforen eingerichtet, um möglichste viele Interessen in die Entscheidungsfindung einfließen zu lassen.