Fünf verschiedene Kategorien, fünf Preisträger. Von Mittelstand bis Fußballverein. Die Sieger beim Wettbewerb um schöne Läden sind unterschiedlich.

Schöne Läden fallen auf. Sie ziehen Kunden an - und bekommen Preise. Wie etwa den Titel "Store of the Year", alljährlich vergeben vom Handelsverband Deutschland (HDE). Für das Jahr 2016 hat der Verband auf dem Deutschen Handelsimmobilienkogress in Berlin fünf herausragende Ladenbauideen ausgezeichnet. Es lagen insgesamt 50 Bewerbungen vor.

Der Preis in der Kategorie Fashion geht an Hellner Moden auf Sylt. Das Unternehmen hat seinen Standort auf der Insel perfekt in seine Architektur integriert und strahlt ein maritimes Flair aus, heißt es in der HDE-Begründung. Die Decken bestehen teilweise aus Schilf, an den Wänden hängen Fotos vom Meerblick und der Boden bildet Uferstege nach.

Italienische Atmosphäre bei Eataly gefällt

Bei der Münchner Eataly Distribution GmbH überzeugte in der Kategorie Food vor allem die italienische Atmosphäre, heißt es. Die historische Bauhülle der Schrannenhalle wurde perfekt genutzt, um italienische Lebensart zu verströmen, im gastronomischen Angebot wie auch im Einkaufsbereich. Der erste deutsche Ableger der italienischen Eataly-Kette residiert seit 25. November 2015 in München.

Seipp Wohnen aus Waldshut-Tiengen entschied die Kategorie Living für sich. Der helle und moderne Bau im Innenstadtbereich verbindet die Architektur auf herausragende Weise mit seinen hochwertigen Produkten.

Saturn Connect als Beispiel für Digitalisierung des Handels

Saturn Connect heißt der Gewinner in der Kategorie Out of Line. Hier würdigte die Jury die an den Technikgedanken angepasste, reduzierte Architektur (siehe Der Handel 1/2015). Darüber hinaus sei die Filiale in der Kölner Schildergasse ein Musterbeispiel für die Digitalisierung des stationären Handels. So helfen beispielsweise zahlreiche Bildschirme den Beratern, den Kunden die Produkte näher zu bringen, lobt der HDE.

Den Sonderpreis erhielt das VfB Fan-Center in Stuttgart. Die Architektur drückt die Dynamik des Sports aus und transportiert das Markenimage des VfB Stuttgart. Breite Gänge, große Flächen und leistungsfähige Kassensysteme sind auf den punktuellen Massenandrang an Spieltagen zugeschnitten, lautet die Jury-Begründung.