Was unterscheidet erfolgreiche Bildmotive auf Facebook und Instagram von anderen? Wir haben für Sie die besten Tipps zusammengestellt.

Um den Nutzern von Bildernetzwerken wie Instagram etwas verkaufen zu wollen, bedarf es schon etwas mehr, als verwackelte Aufnahmen aus dem eigenen Laden. Bekannte und weniger bekannte Händler und Marken experimentieren bereits seit einiger Zeit mit dem Verkauf in Netzwerken wie Pinterest, Instagram und Facebook. Aus vielen Erfahrungsberichten und Statistiken haben wir für Sie die besten Tipps zusammengetragen.

Ohne Qualität geht es nicht

Ein schlechtes Foto bleibt ein schlechtes Foto, egal wie sehr an den Feinheiten einer Anzeige geschraubt wird. Ein selbst produziertes Bild sollte daher professionell wirken und das Produkt, um das es geht, im sprichwörtlich besten Licht erscheinen lassen.
Schlechte Ausleuchtung, verwaschene Farben oder Unschärfen - was für das Familienalbum vielleicht gerade noch geht, hat online nichts zu suchen. Es sei denn natürlich, die Kampagne würde genau damit spielen. Aber das dürfte wohl nur für Fotohändler in Frage kommen. Beim Definieren von Bildausschnitten sollten auch die Besonderheiten der Formate bedacht werden. Auf Instagram sind die Motive quadratisch, während auf Facebook das Rechteck bevorzugt wird.

Wählen Sie Ihr Motiv mit Bedacht

Hohe Klick- und Verbreitungsraten erhalten grundsätzlich alle Bilder mit einem hohen Wiedererkennungswert. Wenn Netflix etwa für sein Angebot wirbt, dann werden die Gesichter der Hauptdarsteller in der jeweiligen Rolle in den Vordergrund gestellt. Wer auf Verbreitung setzt, benötigt einen Gedanken, der sich in Form des Bildes schnell teilen lässt, eine Meme. Ein Begriff, der zwar gern nur in Zusammenhang mit dem Internet gesehen wird, aber eigentlich aus der Kommunikationstheorie stammt.

Emotionale Bilder erzeugen mehr Wirkung. Wenn möglich, sollte das Produkt nicht allein abgebildet werden, sondern von Menschen präsentiert oder genutzt werden. Die Möbelbranche hält sich in dieser Hinsicht wiederum etwas zurück, wohl aus dem Gedanken heraus, dass die Betrachter eines Fotos sich selbst in die Szenerie projizieren Dabei stört natürlich der Anblick anderer Personen.

Stockfotos sollten lieber im Stock bleiben. Sie wirken selten authentisch und besonders attraktive Motive erscheinen dann auch rasch in den Kampagnen von Mitbewerbern.

Farben haben Einfluss auf Klicks

Offenbar haben die verwendeten Hintergrundfarben Auswirkungen auf die Klickraten. Das hat jedenfalls Adobe vor einiger Zeit herausgefunden.
Welche Farbe im Hintergrund einer Anzeige dominiert, beeinflusst die Klickraten.
© Adobe.com
Welche Farbe im Hintergrund einer Anzeige dominiert, beeinflusst die Klickraten.
Die höchsten Klickraten konnten demnach Bilder mit Lila, Gelb und Schwarz erreichen. Auf Facebook sollten Grafiken vermieden werden, die die Hausfarben verwenden. Grau und Blau werden zu schnell übersehen, weil der Dienst sie intensiv einsetzt.

Texte und Diagramme

Nicht selten verbreiten sich Texte besonders schnell in grafischer Form. Und mit einem Stapeldiagramm lassen sich durchaus auch Vorzüge von Produkten transportieren. Bei der Gestaltung solcher Anzeigen helfen Dienste wie Canva weiter. Hier werden gleich die passenden Vorlagen für die Anzeigen- bzw. Postinggrößen angeboten. Und mit den einfachen Werkzeugen und Schablonen können auch Nutzer ohne grafisches Talent schnell ein ansprechendes Diagramm gestalten.

Bei der Gestaltung sollte auf eine gute Lesbarkeit geachtet werden. Helle Buchstaben vor einem dunkleren Hintergrund sind besser. Anders als im Print darf hier aber mit unterschiedlichen Größen und auch Schriftfamilien experimentiert werden. Wichtig ist ebenfalls, eine Handlungsanweisung zu integrieren. Der berühmte "Call to Action" darf nicht fehlen.
Damit die Anzeige auch funktioniert, ist eine klare Handlungsanweisung vorteilhaft.
© Screenshot vom Autor
Damit die Anzeige auch funktioniert, ist eine klare Handlungsanweisung vorteilhaft.

Das Umfeld gestalten

Rund um einen Eintrag auf Instagram gibt es genügend Raum, der ebenfalls gestaltet werden kann. Im Beschreibungstext lässt sich eine kleine Geschichte rund um das Bild erzählen. In den Text eingestreute Emojis schaffen zusätzliche Aufmerksamkeit. Und natürlich sollten auf Instagram die Tags nicht vergessen werden.
Rund um ein Posting auf Instagram kann eine Geschichte rund um das Bild erzählt werden. Nutzen Sie darin auch Hashtags.
© Screenshot vom Autor
Rund um ein Posting auf Instagram kann eine Geschichte rund um das Bild erzählt werden. Nutzen Sie darin auch Hashtags.
Bei einem Posting auf Facebook kann eine (möglichst kurze und knackig) Headline eingetragen werden. Der Platz oberhalb eines Bildes kann zumindest theoretisch unbegrenzt Text aufnehmen. Aber da es ja um den Verkauf mittels Bilder geht, ist es natürlich besser, sich bei den Texten möglichst kurz zu halten.

Fazit

Basiselemente einer erfolgreichen Anzeige auf Facebook und Instagram sind:

  • Bilder mit Wiedererkennungswert bzw. schnell erfassbare Motive
  • Abbildung des Produkts
  • Element mit Call to action
  • Kontrastreiche Schrift
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