Der Hype um Matratzen-Start-ups ist mindestens so groß wie die Fragezeichen zum Geschäftsmodell. Unbequem für die Start-ups wurde es aber erst recht, als Stiftung Warentest schaudernd über die Qualität der Matratzen etlicher Anbieter urteilte. Eines der Startups schlägt nun clever zurück. Und zwar völlig anders als erwartet und in Widerspruch zu jedem Lehrbuch.

Das Urteil von Stiftung Warentest im August war vernichtend: Unbequem, Schadstoffe, schlechte Handhabung. Von sechs Online-Matratzenhändlern schnitten drei Anbieter besonders schlecht ab: Muun (Note 4,1), Emma (Note 4,2) und das britische-deutsche Start-up Eve (Note 4,7). Gute Noten gab es immerhin für Bett1.de (Note 1,8), Smood (Note 2,3) und Bruno (2,7).

Einige der abgestraften Anbieter von „One-Fits-All-Matratzen“ reagierten zunächst, wie man das so kennt. Pressemitteilungen, PR-Arbeit. In dem hart umkämpften Markt aber ist das zu wenig.

Das Berliner Start-up Muun, von den Testern für seine Matratze mit einem "Ausreichend" bewertet, schlägt nun zurück. Mit Humor, mit Selbstironie und einer tierischen Geschichte rund um einen Hundebesitzer und seine afghanischen Windhunde. Die gewinnen zwar Rennen, kommen bei Ausstellungen allerdings höchstens auf eine “ausreichende” Bewertung.

Die Botschaft, die der Spot (Agentur: Amsterdam) "Die Ausreichendsten" vermitteln soll: Die vielfältigen Bewertungskriterien der Stiftung Warentest spiegeln nicht immer die Wünsche der Verbraucher wider. Manchmal, so soll man es verstehen, sei daher auch ein "Ausreichend" bei Matratzen tierisch gut. 



Allerdings hat der Spot ein Problem. Man fragt sich als Zuschauer doch recht lange, warum man sich den Clip über Züchter Wolfgang Hoffmann und die Windhundrasse in voller Länge ansehen soll. Ein wenig mangelt es dem Dreh an Spannung und wechselt vor der eigentlichen Botschaft in den Schlummer-Modus.

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